Gabriel will Entscheidung noch vor der Sommerpause
Kein Fracking-Verbot

Die Bundesregierung plant noch vor der Sommerpause gesetzliche Regelungen für das umstrittene Gas-Fracking. Das geht aus einem Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Gesine Lötzsch (Linke), hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Demnach soll es strenge Auflagen für die unkonventionelle Gasförderung geben: Eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Verbot in Wasserschutzgebieten, was 14 Prozent der Fläche in Deutschland ausschließen würde. Die Grünen und Umweltschützer fordern wegen möglicher Risiken ein Verbot. "Weitergehende Anforderungen an das Fracking-Genehmigungsverfahren werden noch intern geprüft", sagte Gabriel. Bislang gibt es keine klare gesetzliche Regelung für die unkonventionelle Gasförderung. Bei der Technologie wird Gestein in 1000 bis 5000 Metern Tiefe unter Einsatz eines flüssigen Gemisches aus Wasser, Sand und Chemikalien mit hohem hydraulischen Druck aufgebrochen. Dank moderner Technik kann das Gas aus den tiefen Schichten gefördert werden. Auch in Teilen der Oberpfalz werden nennenswerte Vorkommen vermutet.
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