09.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Genforscher erstellen eine DNA-Analyse Blut der "Resl" im Labor

Lassen sich die Visionen der "Konnersreuther Resl" mit Hilfe einer DNA-Analyse erklären? Dieser Frage sind am Wochenende Genforscher aus ganz Europa nachgegangen.

Therese Neumann (1898 - 1962), die "Resl von Konnersreuth"
von Uli Piehler Kontakt Profil

Mehr als 330 Wissenschaftler beschäftigten sich beim "24. Spurenworkshop" der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM) in Köln mit dem "Phänomen Therese Neumann". Die im Jahr 1898 in Konnersreuth (Kreis Tirschenreuth) geborene Frau soll mehrfach schwere Krankheiten besiegt haben. Zudem hatte sie religiöse Visionen, an Händen und Füßen erschienen regelmäßig die Wundmale Christi und über Jahre soll sie sich nur durch die heilige Kommunion ernährt haben. Sie starb 1962. Dem Regensburger Bischof liegen tausende Bitten vor, den Seligsprechungsprozess einzuleiten.

Bistum Auftraggeber

Das Geheimnis um die "Konnersreuther Resl" habe durch die Untersuchung nicht geklärt werden können, erklärte Carsten Proff, Leiter des DNA-Labors der Kölner Rechtsmedizin. Der an der Ludwig-Maximilians-Universität lehrende Rechtsmediziner Dr. Burkhard Rolf hatte die Studie unter dem Titel "Wunder oder Fälschung? Untersuchungen am Blut der stigmatisierten Therese Neumann von Konnersreuth" in Köln vorgestellt. Sie war vom Bistum Regensburg in Auftrag gegeben worden. Das Institut für Rechtsmedizin an der Universität Köln ist eines von 26 derartigen Instituten in Deutschland. Es befasst sich mit den verschiedensten Bereichen der forensischen Molekularbiologie.

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