Gericht lehnt Antrag gegen Platzvergabe ab

(epd/dpa) Das Bundesverfassungsgericht hat erneut einen Antrag eines freien Journalisten gegen die Platzvergabe für die Berichterstattung im NSU-Prozess abgelehnt. Der Antrag sei unbegründet, weil die Grundrechte des Journalisten nicht verletzt seien, teilten die Richter am Donnerstag mit. Er hatte im ersten Akkreditierungsverfahren einen Platz erhalten und war bei der Verlosung am Montag leer ausgegangen. Unterdessen wurde ein frei gebliebener Sitzplatz an einen freien Journalisten verlost.

Der Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sprach sich für eine Videoübertragung aus. Er sagte der Tageszeitung "Die Welt", nach seiner Auffassung wäre eine Videoübertragung "eine Frage der pragmatischen Klugheit". Rechtsexperten des Bundestages halten eine Videoübertragung für unzulässig. Die Juristen verweisen auf die "Menschenwürde der Verfahrensbeteiligten" - das geht aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes hervor, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. (Seite 5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.