27.08.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Gespräch mit Horst Meierhofer, dem Spitzenkandidaten der Oberpfälzer FDP Hoffen auf Wechsel nach Berlin

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Horst Meierhofer darf auf den Einzug in den Bundestag hoffen - im zweiten Anlauf. Bereits vor drei Jahren kandidierte der 33 Jahre alte Regensburger auf Platz fünf der FDP-Landesliste. Eigentlich ein sicherer Platz, doch dann stürzten die Liberalen in der Wählergunst ab und der Sprung nach Berlin blieb dem Regensburger FDP-Stadtrat verwehrt.

Angesichts dieser Erfahrung will der Oberpfälzer FDP-Spitzenkandidat und Spitzenkandidat der Jungen Liberalen Bayern seine Hoffnungen nicht zu hoch schrauben. "Die Chancen sind so schlecht nicht", sagt er im Gespräch in unserem Weidener Verlagshaus. Ein "bisserl mehr als fünf Prozent" müsste die FDP in Bayern holen damit es klappt. Angesichts der Umfrageergebnisse dürfte dies zu schaffen sein. Zudem betont der Diplom-Kaufmann, die Fehler aus dem Jahr 2002 werde seine Partei nicht wiederholen.

Meierhofer wäre er erste Oberfälzer, der seit 1983 für die FDP in den Bundestag einzieht. Zunächst blickt der Liberale auf den Wahlkampf. Seine Themen sind Generationengerechtigkeit, Wirtschafts- und Steuerpolitik sowie Bürgerrechte.

So fordert er die Wiederherstellung des Bankgeheimnisses, aber den Schutz der Bürgerrechte. Angesichts der Terrorgefahr betont er, "es ist nicht das Problem, dass unsere Gesetze nicht ausreichen", sie müssten nur konsequent angewandt werden. Der Ruf nach schärferen Gesetzen trägt in seinen Augen nicht zur Beruhigung der Menschen bei, sondern erhöhe nur die "gefühlte Angst". Hier sieht er die FDP nicht sehr nah beim Partner Union.

Anders dagegen in der Steuerpolitik. "Mit Kirchhof läuft es in Richtung FDP", sagt Meierhofer. Die Steuersätze runter und die Ausnahmen streichen, darin sieht er ein Rezept, um den Konsum anzukurbeln und das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Die von der Union geplante Mehrwertsteuererhöhung lehnt er ab.

Meierhofer setzt auf Privatinitiative. Er will den Menschen mehr Wahlfreiheit und mehr Verantwortung geben. Etwa bei der Krankenversicherung. Jeder müsse einen bestimmten Grundkatalog versichern, das übrige könne frei gewählt werden, ähnlich wie bei der Autoversicherung.

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