Gift und Galle
Angemerkt

Flink wie ein Wiesel, fleißig wie eine Biene, stark wie ein Bär: Es gibt viele tierische Attribute, die auf Fußballer zutreffen. Die Ameise spielt im Vokabular bei den Freunden des gepflegten Rasensports dagegen eher eine untergeordnete Rolle. Eine vielbeinige Abwehr könnte vielleicht gerade noch unter diese Rubrik fallen.

In Eschenbach eroberte die Rote Gartenameise (Myrmica rubra) nun den Platz des SC im Sturm. Prompt gab's die Rote Karte für das Spiel gegen Kirchenthumbach. Statt giftiger Zweikämpfe im Derby gab's Ameisengift auf dem Rasen. Der Gegner wiederum spuckte Gift und Galle, witterte einen animalischen Betrug. Partylöwen seien die Eschenbacher, die vielleicht eine Meise hätten, aber sicher keine Ameise.

Diese Unterstellung verweisen die Gastgeber in das Reich der Fabel. Das verlegte Derby wird in jedem Fall Fans anlocken wie die Fliegen. Kaum zu vermuten, dass bis dahin Gras über die Sache gewachsen ist.

frank.werner@derneuetag.de

Aus der Region

700 000 Euro für obdachlose Kinder

Hirschau. (nt/az) Ein Herz für obdachlose Kinder zeigt die Klaus und Gertrud Conrad-Stiftung. Insgesamt 700 000 Euro hat das Unternehmerehepaar aus Hirschau (Kreis Amberg-Sulzbach) nach Guinea überwiesen. Pater Stefan Stirnemann, der sich seit mehr als 20 Jahren um Straßenkinder und Bedürftige in dem westafrikanischen Land kümmert, war jetzt auf Heimaturlaub in der Oberpfalz. Die Stiftung unterstützt zahlreichen Projekte der Organisation "Hoffnungsstern über Conakry e. V." von Pater Stirnemann. Viele der benötigten Materialien sind bereits im Hochregallager von Conrad eingelagert. Sobald ein Container voll ist, werden die Hilfsmittel nach Westafrika geschickt.

Energie aus Brau-Resten

Sulzbach-Rosenberg. (doz) Die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" hat ein Forschungsprojekt des Sulzbach-Rosenberger Instituts Fraunhofer Umsicht (FU) ausgezeichnet. Die Wissenschaftler entwickelten mit Mitarbeitern und Studenten der Technischen Universität München ein Verfahren, das es erlaubt, Treber (ausgelaugte Malzrückstände aus dem Brauprozess) in Wärme umzuwandeln. Größere Brauereien können künftig den mithilfe einer Schneckenpresse entwässerten Treber für ein eigenes Biomasseheizwerk nutzen. Projektleiter und FU-Mitarbeiter Andreas Weger schätzt, dass dadurch mindestens zehn Prozent des Energiebedarfs der Brauprozesse gedeckt werden könne. Sinnvoll sei eine Investition in die Technologie, wenn Brauereien mindestens 50 000 Hektoliter Bier im Jahr produziert. Viele Brauereien verkaufen den Treber auch als Futtermittel an Landwirte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.