05.08.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Grabungen bei Bernhardswald (Lk. Regensburg) blieben aber erfolglos Leichenspürhunde suchen nach Maria Baumer

Maria Baumer. Bild: NT/AZ
von Redaktion OnetzProfil

Regenburg/Bernhardswald. (hek) Wo ist Maria Baumer? Vergangene Woche suchte die Polizei mit Leichenspürhunden ein Waldstück nahe Bernhardswald (Landkreis Regensburg) ab. Nachdem die Tiere angeschlagen hatten, sei auch gegraben worden, bestätigt Pressesprecher Stefan Hartl vom Polizeipräsidium Oberpfalz auf Nachfrage unserer Zeitung.

Gefunden habe man aber nichts, stellt Hartl klar. Zu den Hintergründen, warum die Polizei dort mit speziell ausgebildeten Leichenspürhunden gesucht hat, will sich Hartl aber nicht äußern. Wie bereits berichtet, hat sich Maria am Vorabend ihres Verschwindens in dieser Region aufgehalten. Seit Pfingstsamstag vergangen Jahres ist die damals 26-jährige Geoökologin aus dem Landkreis Schwandorf spurlos verschwunden. Inzwischen schließt die Polizei auch ein Gewaltverbrechen nicht mehr aus. Die Kripo Regensburg hat vor einigen Wochen die Ermittlungen intensiviert und die Ermittlungsgruppe (EG) „Maria” eingerichtet.

Mit einer Belohnung von 5000 Euro und einer mehrsprachigen Plakat-Aktion entlang des Jakobsweges vom Ennepe-Ruhr-Kreis bis nach Santiago de Compostela, hofft sie auf neue Hinweise. Denn, eine mögliche Spur könnte zum Jakobsweg führen. Nach mehreren konkreten Zeugenhinweisen hatte die Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis sogenannte Mantrailing-Hunde entlang des Pilgerpfades eingesetzt, die tatsächlich eine Witterung aufgenommen haben. Möglicherweise war Maria im vergangenen Frühsommer im Ruhrgebiet auf dem Jakobsweg unterwegs. Trotzdem ist der Verbleib der jungen Frau bis heute ungeklärt.

Hartl zu einem ersten Resümee der Plakataktion: „Wir haben bisher keinen einzigen Hinweis bekommen.” Das deckt sich auch mit unseren Recherchen. Aus Pilgerkreisen war zu erfahren, dass Maria bisher von niemanden auf einem der Pilgerpfade durch Frankreich oder Spanien gesehen worden war. Nicht einmal ein „das könnte sie gewesen sein” gäbe es.

Keine heiße Spur

Die Ermittlungen der Polizei gehen nach wie vor in alle Richtungen. „Wir haben keine heiße Spur – nix konkretes“, so Hartl Auch Spekulationen wonach Maria Opfer des Regensburger Serienvergewaltigers geworden sein könnte, schließt die Polizei aus. Der Mann, der nur unweit von Bernhardswald gewohnt und in Regensburg Hausmeisterarbeiten verrichtet hatte, hatte sich im vergangenen September das Leben genommen. Zerschlagen hat sich hingegen die Spur in Weiden. Dort war eine Tramperin unterwegs, die mit Maria große Ähnlichkeit hatte. Eingesetzte Mantrailing-Hunde konnten keine Witterung aufnehmen.

Kurz darauf meldete sich die Oma der Tramperin bei der Polizei und klärte die Verwechslung auf. Kurz nach Marias Verschwinden gab es auch einen Zeugenhinweis, wonach sie sich in einem Kloster aufhalten könnte. Dass die Polizei auch diese Spur noch einmal aufgegriffen hat, davon ist Hartl nichts bekannt.

In den vergangenen Wochen waren Marias Facebook-Accounts mehrmals aktiviert gewesen. In diesem Zusammenhang hat unsere Zeitung erfahren, dass auch verschiedene Personen aus Marias Umfeld Mails von Maria erhalten haben. Treibt hier jemand ein böses Spiel mit den Angehörigen?

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