Grundstein für das Johannes-Hospiz gelegt - Spenden in Höhe von 1,5 Millionen Euro ermöglichen ...
"Riesenschritt in der Hospizversorgung"

Der Grundstein für das Johannes-Hospiz in Regensburg ist gelegt. Petra Seitzer, Dr. Andreas Frank, Georg Kartini, Joachim Wolbergs und Martin Steinkirchner (von links) freuen sich sichtlich. Bild: osr
Als "Riesenschritt in der Hospizversorgung in Bayern" bezeichnete Dr. Andreas Frank vom bayerischen Sozialministerium den Bau des stationären Johannes-Hospizes am Freitag bei der Grundsteinlegung. Er wünschte sich, dass hier eine Heimat für Menschen auf ihrem letzten Weg entstehe, "mit Liebe gefüllt".

Der Regionalverstand der Johanniter, Martin Steinkirchner, zeigte sich zuversichtlich, dass das Regensburger Hospiz im Januar 2014 den Betrieb aufnehmen könne. Zwar sei es zu Verzögerungen beim Bau gekommen, einerseits durch archäologische Grabungen, die Funde aus der Keltenzeit ans Tageslicht brachten, andererseits durch den extremen Winter. Für den frühen Sommer kündigte er das Richtfest für das neue Gebäude an.

Oberpfälzern gedankt

In diesem Hospiz würden künftig bis zu zehn todkranke Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet, erläuterte Petra Seitzer, die Vorsitzende des Hospizvereins. Bürgermeister Joachim Wolbergs dankte den beiden Organisationen, dass sie die Themen Hospiz und Sterbebegleitung in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt und für ein neues Bewusstsein gesorgt hätten. Er dankte aber auch den Menschen aus der ganzen Oberpfalz, die diese Einrichtung mit erarbeitet hätten. Das Hospiz sei die vierte Einrichtung im Raum Regensburg, die maßgeblich über Spenden finanziert wird.Für das neue Gebäude, das rund drei Millionen Euro kostet, beträgt der Spendenstand aktuell 1,5 Millionen Euro, eine Million kommt aus Stiftungsgeldern und die restliche Million steuern die Johanniter in Form von Fremdkapital bei. Im laufenden Betrieb übernehmen die Pflegekassen 90 Prozent der Kosten des stationären Hospizes.

Weitere Spenden nötig

Für die restlichen zehn Prozent, die pro Jahr immerhin 150 000 Euro ausmachen, benötigen die Johanniter als Träger weiterhin Spender. Für einen Freundeskreis suchen sie 3000 Mitglieder, die mit ihrer Spende von 50 Euro im Jahr den todkranken Patienten ein Sterben in Würde ermöglichen.

Das Johannes-Hospiz bietet ausschließlich ebenerdige Zimmer, so dass die Patienten auch im Bett problemlos an die frische Luft gebracht werden können. Es enthält eine separate Küche für die Angehörigen, damit sie dem geliebten Menschen auch in den letzten und schwersten Stunden noch die Lieblingsmahlzeit zubereiten können. Und es beherbergt einen Bürotrakt für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Hospizvereins, damit diese sowohl für die Patienten als auch für die Angehörigen immer zur Stelle sein können.
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