Heimat- und Trachtenverein Erika gewährt lustige Einblicke ins Frauengefängnis- Premiere ...
Skandalöse Zustände im Knast

Turbulente Szenen im Sorghofer Frauengefängnis: Justizvollzugsbeamtin Rosa Riegel (Asta-Magdalena Suttner), Gefangene Susanne von Reich (Susanne Suttner), Gefängnisdirektor Rudi Schloss (Emanuel Gonzales) und Bruder von Wech (Manuel Plößner). Bilder: er (2)
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Deutschland und die Welt
15.04.2013
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Der Titel "Im Frauenknast" des neuen Theaterstückes des Heimat- und Trachtenvereins (HTV) "Erika" Sorghof hielt, was er im Vorfeld versprach. Skandalöse Zustände im Sorghofer Frauengefängnis bescherten den Premierebesuchern des Theaterabends im Pfarrheim einen herrlich amüsanten Abend.

Mit der wunderbar komischen Kriminalkomödie aus der Feder des Autorenduos Brigitte Wiese und Patrick Siebler hat sich die Sorghofer Theatergruppe an Neuland herangewagt. Regisseurin Asta-Magdalena Suttner bescherte den Premieregästen auf direktem Weg einen Einblick in das örtliche Frauengefängnis. Was dann die Gäste im gut besetzten Zuschauerraum des Wolfgangsheimes miterleben durften, war ein fast schon als kriminell zu bezeichnender Angriff auf die Lachmuskeln.

Da traten der korrupte Gefängnisdirektor Rudi Schloss (Emanuel Gonzales), der sich seine Deluxe-Zellen teuer bezahlen ließ, und zwei schlitzohrige Insassinnen namens Blindgänger (Amanda Gonzales) und die "sächselnde" Gefangene Wech (Claudia Ruppert) auf Abwegen auf. Eine Luxusgefangene (Susanne Suttner) und eine weitere Undercover-Agentin mit falscher Identität (Theresa Göttlinger) spielten ebenso mit wie ein aalglatter Anwalt (Matthias Hermann), ein listiger Kellner (Manuel Plößner), der durchgeknallte Psychologe Lars Laber (Patrick Schaaf) und die Wärterin Rosa Riegel (Asta-Magdalena Suttner), die versuchte, in dem ganzen Chaos einen Überblick zu behalten.
Alle diese Figuren sorgten für wunderbare Unterhaltung mit jeder Menge Witz und Spannung. Die neun Darsteller des HTV Sorghof präsentierten sich unter der Leitung von Asta-Magdalena Suttner wieder einmal in Topform. Der langanhaltende Applaus begeisterter Besucher am Ende der Vorstellung war der verdiente Lohn für wochenlange Probenarbeit.

Schon seit jeher lädt "Erika" zu seiner Generalprobe auch Senioren ein. Mit welch schauspielerischem Geschick die Theatergruppe von "Erika" zu Werke geht, durften in diesem Jahr die Bewohner des Seniorenzentrums "Phönix" Schlicht und des BRK-Seniorenheimes Vilseck mit ihren Betreuerteams bei einem gemütlichem Kaffeenachmittags erleben.

Zum Schluss nochmal einen Blick zurück in Sorghofs skandalöses Frauengefängnis: Ob es gelingt, die Machenschaften des Direktors aufzudecken, und wer zum Schluss alles hinter schwedischen Gardinen landet, wird heute noch nicht verraten, denn an den Samstagen 20. April und 27. April finden weitere Aufführung statt.

Der Vorhang hebt sich pünktlich um 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei Schreibwaren Göppner in Vilseck oder an der Abendkasse.
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