Hildegard Helgert hält humorige Maibockrede bei CSU-Starkbieranstich
Holzdiebe mit der Motorsäge

Auf ein zünftiges CSU-Maibockfest stießen Marina Hirnet, die "Höidlbrummer" Lothar und Klaus, Vorsitzender Josef Woppmann, Hildegard Helgert und Bürgermeister Johann Maurer (von links) an. Bild: pi

CSU-Chef Josef Woppmann hatte nicht zu viel versprochen, als er bei der Begrüßung zum zweiten Maibockfest der Georgenberger "Schwarzen" ein kurzweiliges Spektakel angekündigt hatte. Das Versprechen eingelöst haben am Samstag im Gasthaus "Hammerwirt" sowohl die "Höidlbrummer" mit Klaus und Lothar sowie Hildegard Helgert, die in ihrer Ansprache einiges zu bieten hatte.

Problemlos war das Anzapfen des ersten Fasses Maibock über die Bühne gegangen. Die "Höidlbrummer" waren schnell in ihrem Element und spielten in Topform nahezu ohne Pause auf. Das Heft in der Hand an der Theke hatte Schatzmeister Robert Götz, der kräftig einschenkte und die Bedienungen Marina und Sieglinde Hirnet immer wieder mit Nachschub versorgte.

Schwarze Schafe

Gespannt wartete das Publikum schon auf Helgerts "Einschenken mit Worten". Die Suche nach dubiosen Ereignissen wäre auf Landesebene leichter gewesen, bekannte sie. "Was hat man da nicht alles gehört und gelesen", reimte die stellvertretende CSU-Vorsitzende auf die Beschäftigung von Ehefrauen und Kindern durch Abgeordnete. "Schwarze Schafe gibt es überall, auch im grünen und im roten Stall." In der Heimatgemeinde hatte die Vizechefin schon intensiver nachforschen müssen, war aber fündig geworden.

"Passt beim Essen in Zukunft auf, der Hans rechnet nun heimlich einen Brillenaufschlag drauf", riet sie den "Hammerwirt"-Gästen, nachdem der "Maurer-Hans" wohl beim Ablassen des Weihers seine Augengläser verloren hatte. "Da schwimmt nun wahrscheinlich mit Brille ein Fisch oder Biber, der Hans findet nämlich die Brille nicht wieder."
Aufs Korn nahm sie auch Geistlichen Rat Antony Soosai. "Wer nicht kam, war Pfarrer Antony, am Samstag war er nämlich in Waldthurn noch nie", wusste Helgert über den Neukirchner Seelsorger, der trotz seiner Vertretungszusage nicht in die Nachbarpfarrei gekommen war.

Wanderführer versprochen

Ihm und Kaplan Anish George soll außerdem die Erstausgabe eines Wanderführers für den Weg zur Mühle Gehenhammer übergeben werden. "Bei der Waldweihnacht 2012 ist es passiert, dass der Herr Pfarrer mit dem Kaplan hat sich verirrt", berichtete Helgert über die Feierstunde bei der Gehenhammer-Kapelle und den verspäteten priesterlichen Segen."Den haben die Wanderer und Frommen aber noch bei Lebkuchen und Glühwein bekommen", ließ sie wissen.

"Seit dem Motorsägekurs der Georgenberger Feuerwehr gibt es im Umkreis des Rathauses fast keine Bäume mehr", stellte Helgert fest. "Der Eifer der Feuerwehrleute ist ungemein, nun sägen sie alles kurz und klein." Deshalb appellierte sie: "Drum sag' ich euch, Einwohner von Georgenberg, passt auf, wenn ihr nachts eine Motorsäge hört!" Schließlich könnte bei einer nächtlichen Übung schon mal ein Baum vor dem Haus fehlen. Der Beifall bewies, dass die Verse den Gästen gefallen hatten.
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