27.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Hopfenbauer erwarten gute Durchschnittsernte Nachschub für die Brauereien gesichert

Symbolbild: dpa
von Redaktion OnetzProfil

Mosbach. (dpa/lby) Deutschlands Hopfenbauern erwarten in diesem Jahr eine gute Durchschnittsernte. Nach Schätzungen von Mitte August können in diesem Jahr mehr als 35.000 Tonnen Hopfen geerntet werden, wie Werner Wolf vom Hopfenpflanzerverband Spalt am Mittwoch sagte. Die Qualität der Dolden sei hervorragend und das derzeit günstige Wetter lasse einen guten Brauwert und feines Aroma erwarten. Im Vorjahr waren es nur rund 27.600 Tonnen. Heuer entfallen allein

30.000 Tonnen auf die Hallertau. Im viertgrößten deutschen Anbaugebiet rund um Spalt in Mittelfranken werden es voraussichtlich 565 Tonnen sein - nach 499 im Vorjahr. Das «grüne Gold», wie der Hopfen auch heißt, wird hauptsächlich zum Bierbrauen verwendet.

Die Preise, die die Bauern für den Hopfen erzielen, stiegen leicht, sagte Wolf. Und das, obwohl durch die bessere Ernte das Angebot höher sei als im vergangenen Jahr. Doch auch die weltweite Nachfrage steige - vor allem nach hochwertigem Aromahopfen. Für einen Doppelzentner Spalter Hopfen bekomme er derzeit bis zu 750 Euro, sagte der Hopfenbauer Josef Meyer. «Weltweit steigt der Bierkonsum und es wird mehr Hopfen pro Hektoliter Bier verwendet», sagte Wolf. Manche Brauer kämen extra aus China oder den USA, um sich ihren Hopfen auszusuchen. Am meisten Bier wird in China produziert. Es folgen die USA, Brasilien, Deutschland und Russland.

Das Wetter spielte in diesem Jahr beim Hopfenanbau mit - ein milder und trockener Winter ermöglichte einen frühen Start in die Saison und im Juli gab es ausreichend Regen. Im vergangenen Jahr hatten vor allem Hagel, ein nasses Frühjahr und die Hitzewelle im Sommer den Pflanzen zugesetzt.

Bis zu drei Wochen dauere die Hopfenernte im Spalter Anbaugebiet, sagte Meyer. Er baut in seinem Familienbetrieb sieben verschiedene Sorten an - darunter sind neben der Hauptsorte Spalter auch neuere Züchtungen. Einige neue Sorten schmecken etwa nach Nüssen, Wein, Zwiebeln oder Knoblauch. Sie sind aufwendiger im Anbau und bringen geringere Erträge. Doch die Hopfenbauern versuchen damit, Nischen zu besetzen. Im Spalter Anbaugebiet gibt es derzeit noch 55 Hopfenbetriebe - sieben weniger als 2013.

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