Im Freibad Altglashütte ist die Saison zu Ende - Zum Abschluss traditioneller Frühschoppen
"Wir müssen hart kalkulieren"

"Wir müssen hart kalkulieren", stellte Schwimmmeister Siegfried Walter fest, "denn der Heizöleinkauf für die Saison 2009 steht noch an". Zudem gibt es Planungen, um bei der Wassererwärmung weitere Kosten einzusparen. Deshalb - und weil die Temperaturen kaum noch Badegäste zum Sonnen in ein Freibad locken - schließt die Anlage am Sonntag.

"Zwar beträgt die Wassertemperatur noch bis zu 24 Grad, aber auch das zieht kaum noch Besucher an", bedauerte Walter, der auch Kassier des Fördervereins ist. "Die Herbstnächte werden zu kühl und auch die Tagestemperaturen laden nicht zu einem Badebesuch ein. Daher werden wir kommenden Sonntag die Badesaison 2008 beenden", erklärte er. Traditionsgemäß findet zum Abschluss der Saison ab 10 Uhr ein gemütlicher Frühschoppen statt, zu dem es Weißwürste und sauere Zipfel gibt.

"Die Einnahmen liegen etwas höher als im vergangenen Jahr. An den sonnigen Tagen hatten wir guten Besuch, was uns motiviert, das Freibad weiter zu erhalten", freute sich Walter. Leider hätten in dieser Saison die sonnigen Wochenenden und vor allem eine beständige Schönwetterlage über mehrere Tage hinweg gefehlt. Walter weiter: "In unserer Höhenlage von 780 Metern machen sich die Herbsttage vorzeitig bemerkbar. Wenn die Besucherzahlen nicht mehr in Relation zu den Energiekosten stehen, ist eine Schließung gerechtfertigt, um die Badesaison 2009 nicht zu gefährden", erklärte er. Auch anstehende Reparaturen veranlassen den Förderverein zum sparsamen wirtschaften. "Wir dürfen die Übersicht nicht verlieren und uns einseitige Kosten anlasten", betonte Walter. Das Freibad sei 36 Jahre alt und unterteile sich in mehrere Bereiche. Zur grundsätzlichen Substanzerhaltung und Unterhaltung zählten das Gebäude, das Becken, die Wasseraufbereitungsanlage, die Heizungs- und Solaranlagen sowie die Pflege der Außenanlagen. Viele dieser kosmetischen Verschönerungs- und Instandsetzungsarbeiten, die alljährlichen anfallen, schmälerten das Einnahmenkonto.
Walters besonderer Dank galt den Mitgliedern des Förderkreises. Sie würden mit ihren Beiträgen Vorauszahlungen leisten, die den Organisatoren Mut machten, das Bad weiter zu führen.

Mit Ende der Saison ist für den Förderverein die Arbeit nicht erledigt. "Es gibt noch viel zu tun, bis der Winter kommt. Man kann nicht einfach den Schlüssel umdrehen und das Bad seinem Schicksal überlassen", stellte Walter fest.

Wenn der erste Frost kommt, müssen die Einwinterungsarbeiten abgeschlossen sein. Mit großer Sorgfalt sichern die Helfer die Beckenein- und Auslaufleitungen ab, entleeren alle wasserführenden Leitungen, damit es im Frühjahr keine bösen Überraschungen gibt. Auch Wartungs- und Reparaturarbeiten werden in der kalten Jahreszeit erledigt. Großen Zeitaufwand erfordert die Pflege der Außenanlagen. Wer Lust hat mitzuarbeiten, ist dem Förderverein jederzeit willkommen.
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