07.08.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Im Rohrwerk leckt es gewaltig

von Autor HOUProfil

Sieben Millionen Euro Verlust im operativen Geschäft allein in den zurückliegenden zehn Monaten: Das zur österreichischen ARI-Baustahl gehörende Unternehmen Rohrwerk Maxhütte (Gesellschafterin Evelyn Aicher) steht mit dem Rücken zur Wand. Geschäftsführer Karl Reyzl sagt, die Kapriolen des Marktes ließen sich mit herkömmlichen Arbeitszeitmodellen nicht mehr bewältigen: Wir haben schon Stellen im Management gestrichen, um mit weniger Häuptlingen schneller entscheiden und mehr verkaufen zu können."

Jetzt sollen die "Indianer" ran, denn die Geschäftsleitung fordert von den 450 Beschäftigten, die bereits 2001 per Sanierungshausvertrag Lohnverzicht und erhebliche Abstriche bei der Jahressonderzahlung sowie ein flexibles Arbeitszeitkonto akzeptierten, neue Opfer: 40 Stunden Arbeit bei nur 35 Stunden Bezahlung, fünf Tage weniger Urlaub, statt der Jahresonderzahlung eine erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung. "Das Maß ist voll" reagieren Betriebsrat und IG Metall. Sie rufen für Montag 13 Uhr die Belegschaft auf zum Protest vor den Werkstoren.

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