02.04.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Insolvenzverfahren eröffnet - Rekordumsatz im März Hoffnung bei Gusstec

Das Amtsgericht Weiden eröffnete am Donnerstag das Insolvenzverfahren für die Gusstec GmbH aus Weiherhammer (Kreis Neustadt/WN). Dies ist zunächst nicht mit Entlassungen verbunden, teilte Konkursverwalter Dr. Siegfried Beck aus Nürnberg der 155-köpfigen Belegschaft in einer Betriebsversammlung mit.

Arbeit gibt es mindestens bis Juli: Die 155 Gusstec-Beschäftigten behalten alle vorerst ihren Job. (Bild: Ingrid Popp)
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Die Auftragslage bis Anfang Juli sei stabil. Entscheidend sei, ob in den kommenden Monaten genügend Folgeaufträge eingingen. Gusstec produziert unter anderem Großmotorenkolben für Schiffe und Zylinder für Windkraftanlagen. Der März habe der Gießerei den Rekordumsatz von 1,6 Millionen Euro beschert. Zudem würden Umstrukturierungen in den Betriebsabläufen greifen und die Tagesleistung dadurch erhöhen, erklärte Geschäftsführer Joachim Placzek.

Beck verhandelt parallel dazu mit Investoren über einen Einstieg bei Gusstec. Bedingung sei unter anderem der Erhalt des Standorts Weiherhammer. Die Mitarbeiter beziehen weiterhin ihr tariflich vereinbartes Gehalt. Gusstec hatte am 27. Februar Insolvenz angemeldet. Die Geschäftsführung hatte dies vor allem mit höheren Rohstoffpreisen für Stahlschrott und Alteisen sowie mit gestiegenen Energiepreisen begründet.

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