21.09.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Interview mit dem künftigen Generalvikar Michael Fuchs - Erste Aufgabe: Papstbesuch vorbereiten "Konflikte wird es immer geben"

Waldsassen/Regensburg. Der Waldsassener Pfarrer, Tirschenreuther Dekan und künftige Generalvikar Michael Fuchs (41) hat einen guten Draht nach Regensburg. "Ich bewundere Bischof Gerhard Ludwig sehr", sagt er im gespräch mit unserer Zeitung.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Adventssonntag (27. November) wird Fuchs in das zweithöchste Amt der Kirche von Regensburg eingeführt.

Herr Pfarrer, wie haben Sie von Ihrer Beförderung erfahren?

Pfarrer Fuchs:"Der Bischof hat mich vor zwei Wochen angerufen und um ein Gespräch gebeten. Das kam für mich total überraschend. Ich habe mir dann ein paar Tage Auszeit erbeten, aber dann relativ rasch entschieden."

Vom idyllischen Waldsassen ins nicht immer so beschauliche Ordinariat: Wird Ihnen nicht etwas Angst vor der neuen Aufgabe?

Pfarrer Fuchs: "Der Weggang von Waldsassen fällt einem jeden schwer. Ich hatte hier viele Gestaltungsmöglichkeiten und die Pfarrei ist mir ans Herz gewachsen. Aber ich freue mich auch auf die neue Aufgabe. Ich habe als Jugendpfarrer und Dekan Erfahrungen gesammelt. Ich traue mir das zu."

Der Bischof und auch der noch amtierende Generalvikar gelten nicht gerade als konfliktscheu. Wie wird Ihre Amtsführung sein?

Pfarrer Fuchs: "Manchmal muss man auch Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen. Das wird immer so sein. Ein Hirte muss einschreiten, wenn er seine Herde gefährdet sieht. Bischof Gerhard Ludwig hat bei all seinen Entscheidungen auf das Positive geschaut."

Was schätzen Sie an Bischof Gerhard Ludwig besonders?

Pfarrer Fuchs: "Er ist mit großer Begeisterung am Werk. Er leitet die Diözese Regensburg mit großem Schwung. Dass er mir das Amt des Generalvikars zutraut, ist eine große Ehre und ein Vertrauensbeweis für mich."

Wieso will Generalvikar Wilhelm Gegenfurtner das Amt niederlegen?

Pfarrer Fuchs: "Er will sich nach 15 Jahren neu orientieren. Er sagt: Das reicht jetzt! Ich kann mir vorstellen, dass Generalvikar zu sein eine aufreibende Aufgabe ist. Die hat er mit Fleiß und Engagement erfüllt."

Sie waren bei der Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. in Rom. Wie gut kennen Sie den Heiligen Vater?

Pfarrer Fuchs: "Ich kenne ihn von verschiedenen Vorträgen und durch seine Bücher, die ich gelesen habe. Näher kenne ich ihn nicht."

Welche Arbeitsschwerpunkte setzen Sie sich?

Pfarrer Fuchs: "Ich werde eine gewisse Einarbeitungszeit brauchen. Inhaltliche und programmatische Aussagen kann ich noch nicht treffen. Ein Schwerpunkt wird sicher die Vorbereitung eines hoffentlich baldigen Papst-Besuches in Regensburg sein."

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