Investitionsstau: Allein in der nördlichen Oberpfalz vier Bauwerke
Viele Bahnbrücken nicht mehr zu retten

Eine von vier Bahnbrücken in der nördlichen Oberpfalz, die nicht mehr sanierungsfähig ist: Die Brücke über den Fohlenweg im Weidener Westen an der Bahnlinie Hof – Regensburg. Bild: Hartl
München/Weiden. (jum) Der Verband der bayerischen Bauindustrie fordert von der Politik mehr Geld für die Sanierung von Bahnbrücken. Allein in Bayern gibt es nach Auskunft der Bundesregierung 175 Bahnbrücken, deren Zustand so schlecht ist, dass sie nicht mehr zu sanieren sind. Vier davon befinden sich in der nördlichen Oberpfalz.

Aufgeführt sind eine Brücke an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz bei Kulmain, sowie je eine Bahnbrücke in Schwandorf, Weiden und Gebenbach (Landkreis Amberg-Sulzbach). Diese müssen in den kommenden Jahren ersetzt werden, um Sperrungen oder Nutzungseinschränkungen zu vermeiden. Der Präsident des Bauindustrieverbandes, Josef Geiger, beklagte einen "jahrzehntelangen Investitionsstau". Viele der Brücken seien über 100 Jahre alt. "Wir lassen hier Volksvermögen einfach kaputt gehen", klagte Geiger. Der jährliche Wertverfall am bayerischen Schienennetz betrage 250 Millionen Euro.



Bayerns marode Eisenbahnbrücken (PDF)
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