Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft: Wegebau die vorrangige Aufgabe
Jagdpachtschilling fließt in die Rücklagen

Jagdvorsteherin Martha Jung informierte die Jagdgenossen kürzlich über die Arbeit im vergangenen Jahr. Bei der Jahreshauptversammlung in der Mehrzweckhalle berichtete die Sprecherin von einer Versammlung, in der Fragen zum Jagdpachtvertrag, wie etwa Risiken und Lösungen angesprochen worden waren.

Die Jagdgenossen in Thanhausen hätten einen passenden Jagdpachtvertrag und Jäger, die sich um die Jagd und auch um die Wildschäden kümmerten, so Jung. "Jeder Wildschäden ist ärgerlich. Aber unsere Jäger sind bestrebt die Schäden zu regeln und zu begrenzen."

Wichtig, so die Jagdvorsteherin, sei hier ein gutes Miteinander zwischen den Jägern und den Jagdgenossen. Bei einer Versammlung im Gasthof Deinzer mit Baron von Gemmingen-Hornberg favorisierte dieser einen Rotwildbezirk, wobei allerdings die Voraussetzungen im Steinwald ganz andere wären als im Gebiet der Jagdgenossenschaft Thanhausen. Denn in der Region gebe es viel Wechselwild aus Tschechien. "Bei einem Rotwildgebiet wäre der Abschuss begrenzt, bei Wechselwild wäre er frei, außer in der Schonzeit."
Vergangenes Jahr habe sich die Hauptarbeit auf den Waldwegebau konzentriert. Viele schon länger geplante Maßnahmen seien beim Straßen- und Kanalbau verwirklicht worden: Die Wege am Fuchsloch und im Staatswald etwa seien aufgefüllt und befestig worden. Allerdings müssten noch einige Durchlässe eingebaut werden: Quellen drückten Feuchtigkeit in den Weg. Aufgefüllt worden sei auch der Weg in der Käslohe. Allerdings sprach Jung von Problemen mit dem Bewuchs dort. Deshalb seien Äste, kleine Bäume und Sträucher entfernt worden. "Das Auffüllmaterial wurde dann mit dem Bagger und Lader eingeebnet und gewalzt", so Martha Jung die dabei die Unterstützung von Josef Bäuml würdigte.

Da laut Kassenbericht von Josef Fenzl vergangenes Jahr wieder gut gewirtschaftet wurde und ein ansehnlicher Betrag auf der "Haben-Seite" vorhanden ist, mussten sich die Jagdgenossen auch über die sinnvolle Verwendung des Jagdpachtschillings Gedanken machen. Hier einigten sich die Jagdgenossen dahingehend, dass die Rücklagen überwiegend in den Wegebau und die Instandhaltung der Wege investiert werden. Die Jagdvorsteherin bat ihre Jagdgenossen, die Wege bei feuchtem oder nassem Wetter nicht zu befahren. Weiterhin informierte Martha Jung die Jagdgenossen noch über das Jagdkataster. Der Bayerische Bauernverband (BBV) biete es "im Paket" an. In dem Verzeichnis seien Eigentümer oder Nutznießer der zum Gebiet der Jagdgenossenschaft gehörenden Grundflächen und deren Größe ausgewiesen.

Schäl- und Verbissschäden, so Jung weiter, sollten bis zum 1. Mai bei der Stadt gemeldet sein. Bei Wildschäden sollte man sich mit dem Jagdpächter über die Regulierung einigen. Außerdem machte sie auf einen Motorsägenkurs für die Mitglieder der Jagdgenossenschaft aufmerksam. Anmeldungen nimmt Martha Jung unter Telefon 1282 entgegen. (Kurz notiert)
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