27.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Jede Woche kommen 15 bis 20 Asylbewerber Landkreis als sicherer Hafen

In vielen Orten wird für Asylbewerber Hilfe organisiert. Das kann über Sprachpaten gehen, die von der Lernenden Region betreut werden, oder über kirchliches Engagement wie in Schwarzenfeld, wo die evangelische Pfarrei kürzlich zum Gespräch geladen hatte. Die Flüchtlinge wünschen sich dabei bessere Integration. „Ich fühle mich hier oft nicht beachtet,“ bedauerte beispielsweise ein junger Iraner. Bild: Dobler
von Redaktion OnetzProfil

Schwandorf. (td) Hunderte von Asylbewerber kommen derzeit täglich in Bayern an. Die Zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Zirndorf im Landkreis Fürth ist hoffnungslos überbelegt, so dass von dort so schnell wie möglich die Menschen verteilt werden müssen, auch auf Orte im Landkreis Schwandorf. Nahezu täglich werden hier Flüchtlinge neu untergebracht – heute beispielsweise in Unterkünften in Schwarzenfeld, Teublitz und Schwandorf.

15 bis 20 Menschen sind es im Schnitt, die jede Woche von den Behörden des Landkreises Schwandorf auf die Städte und Gemeinden verteilt werden müssen, informierte Franz Pfeffer als Sprecher des Landratsamtes.

„Das ist ein gewaltiger organisatorischer Aufwand“, versicherte er und wies auch darauf hin, dass nicht jedes Gebäude als Unterkunft genommen werden könne. „Denn die Menschen müssen dort leben, wo sie sich versorgen können, wo es Ärzte gibt und Geschäfte.“ Für die derzeit mit Asylbewerbern belegten 26 dezentralen Unterkünfte zwischen Wernberg-Köblitz und Teublitz, Oberviechtach und Schwandorf gelten diese Voraussetzungen. Natürlich auch für die zentrale Unterkunft in Teublitz, die von der Regierung der Oberpfalz betreut wird.

Um die dezentralen Wohnungen und Häuser kümmert sich die Ausländerbehörde im Landratsamt. Dort sucht man und wird auch fündig: „Zu jedem Monatsersten werden momentan neue Mietverträge wirksam“, so Pfeffer.

Um die Integration der Ankömmlinge zu erleichtern und ihnen über Hürden zu helfen, gibt es momentan 32 Sprachpaten, die von Doris Dürr von der Lernenden Region betreut werden. „Wir helfen den Familien, die dezentral leben,“ sagt sie und wünscht sich noch weitere Sprachpaten (Telefonnummer 09471/306820). Man sollte für die Aufgabe einmal pro Woche Zeit haben. Dabei geht man zum Beispiel gemeinsam mit den Asylbewerbern Einkaufen. „So erlernen sie die Sprache und den Umgang mit Geld.“

Hilfe kommt auch von Laura Kleehaupt von der Caritas in Schwandorf. Sie ist für die rechtliche Beratung der Menschen in der zentralen Unterkunft in Teublitz zuständig. Bei ihr geht es dann um Themen wie Familiennachzug, Ratenzahlung und ähnliches.

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