Justizministerin: "Freinacht ist kein Freibrief" - Ansonsten relativ ruhiger Verlauf in Bayern ...
In Walpurgisnacht brennen Autos

Ein Unbekannter hat in der Nacht zum Mittwoch in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ein parkendes Auto angezündet. Wie die Polizei mitteilte, war die Feuerwehr zwar im Einsatz, das Fahrzeug brannte dennoch vollständig aus. Bei einer weiteren versuchten Brandstiftung in der Innenstadt verschmorten an einem zweiten Auto Kunststoffteile. Die Autobesitzerin konnte den beginnenden Brand rechtzeitig löschen, wobei sie sich leicht verletzte. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Brandstiftungen zusammenhingen.

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) hatte noch am Montag davor gewarnt, in der sogenannten "Freinacht" vom 30. April auf den 1. Mai die Brauchtumspflege als Deckmantel für Straftaten zu missbrauchen: "Die Freinacht ist kein Freibrief - das Strafgesetzbuch gilt immer." Der mutmaßliche Täter wurde in der Nähe eines der beiden Autos von Zeugen gesehen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauerten am Mittwoch an.

In weiten Teilen Bayerns ist die Walpurgisnacht dagegen ruhig verlaufen. Wie die Sprecher bayerischer Polizeipräsidien übereinstimmend mitteilten, hatten es die Beamten hauptsächlich mit betrunkenen Passanten oder Sachbeschädigungen zu tun. Die Polizei in Schwaben und in der Oberpfalz meldete Silvesterkracher, in Brand gesteckte Altpapiercontainer, ausgehobene Kanaldeckel und umgeworfene Verkehrszeichen. Mehrere Maibäume wurden gestohlen, wie es dem Brauch des Maibaum-Klauens entspricht. So verschwand aus einem versperrten Stall in Moosbach (Kreis Neustadt/WN) ein Anhänger samt aufgeladenem Maibaum. In Pösing (Kreis Cham) wurde beim Abtransport eines Maibaums eine Dachrinne beschädigt. Und in Bodenwöhr (Kreis Schwandorf) wurde der Maibaum vor dem Abtransport offenbar mit einer Motorsäge um einige Stücke verkürzt.
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