25.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kassen zahlen auch 2005 für Zahnersatz

von Agentur DPAProfil

Die meisten Kassenpatienten werden vom nächsten Jahr an für Standard-Zahnersatz nicht tiefer als bisher in die Tasche greifen müssen. Die von den Krankenkassen dafür künftig bezahlten Festzuschüsse entsprechen nach Angaben der Zahnärzte in 90 bis 95 Prozent der Fälle mindestens der aktuellen prozentualen Beteiligung der Kassen. "Der Patient hat gewonnen", sagte dazu der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Jürgen Fedderwitz, am Donnerstag in Berlin.

Weitestgehend verständigt haben sich beide Seiten nach KZBV-Darstellung über die Befunde - etwa die Größe von Zahnlücken - und die davon abhängige Regelversorgung. Diese werde, wie bisher, ungefähr zur Hälfte von den Kassen bezahlt. Fehlen einem Patienten mehr als vier Zähne, bezahlt die Kasse einen Festzuschuss für eine herausnehmbare Prothese, nicht aber für die teurere Brücke. Ein rund 1600 Euro teures Implantat zur Schließung einer Zahnlücke bezahlte der Patient bislang alleine, künftig gibt es einen Festzuschuss von 350 Euro.

AOK-Sprecher Udo Barske sagte dazu, offiziell beschlossen werden solle das Konzept am 14. Juli. Die gut 50 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Kassen müssen für Zahnersatz von 2005 an eine Zusatzversicherung abschließen und diese aus eigener Tasche bezahlen. Dafür sind monatlich sechs bis acht Euro im Gespräch. Für Zahnersatz geben die Kassen jährlich weit mehr als drei Milliarden Euro aus.

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