Katholische Theatergruppe präsentiert turbulentes Stück "Wer nicht wirbt, der stirbt"
Verspätete Hochzeitsreise mit Folgen

Grafenwöhr. Es ist phänomenal, was verspätete Flitterwochen im Süden nach sich ziehen können. Die Hinterlassenschaften in der Wohnung daheim nach einer Jugendparty sind da noch harmlos. Sehr delikat wird es allerdings, als Nacktfotos auftauchen und zwei rätselhafte Italiener die Welt der Meiers gehörig durcheinanderwirbeln.

Autor Wolfgang Bräutigam von der Katholischen Theatergruppe hat sich mit seinem neuesten Stück "Wer nicht wirbt, der stirbt" eine Fantasie-Geschichte der Extra-Klasse einfallen lassen. Es geht diesmal um Erpressung, Schmuggelware und sogar um einen Auftragsmord.

Besuch beim Papst

Aber das Ganze erst einmal der Reihe nach: Nach ihrer dreiwöchigen Silberhochzeitsreise, die unter anderem auch zum deutschen Papst nach Rom führte, ist die Welt der Eheleute Thomas (Wolfgang Bräutigam) und Ursula Meier (Karin Wiesend) noch relativ in Ordnung; naja, abgesehen von der Unordnung, die eine Riesenparty zuhause in der eigenen Wohnung nach sich zog.
Die erwachsenen Kinder Stefan (Florian Danninger) und Marion (Lisa-Marie Bernhard) hatten dazu Britta (Martina Brunner) und Ralf (Stefan Schultes) eingeladen. Mit dabei waren auch Mandy (Christine Wiesend) und Olga, die Putzfrau aus Weißrussland (Kerstin Buber), was wohl nicht gerade die beste Idee war...

Der Werbeautor Thomas Meier hat nach der Rückreise gleich wieder Stress im Büro, denn er muss sich um einen neuen Kunden kümmern. Er wittert ein gigantisches Geschäft durch den Auftrag, den seine Sekretärin Mandy während der Abwesenheit des Chefs angenommen hat, weil sie sich selbst als Chefin der Firma ausgab, um ihrer "großen Liebe" zu imponieren.

Es geht um eine neue Pizza-Kreation, für die Thomas auch gleich einen werbekräftigen Slogan verfasst: "Peperoni heißt die Mafia-Torte, dafür hat man keine Worte." Der italienische Kunde Paolo (Tobias Wolf) zeigt jedoch wenig Interesse an den Sprüchen samt den dazu gehörigen Werbeartikeln. - Thomas zeigt ihm zum Beispiel das Concordia-Shirt und meint: "Der Moark Hatl kann zwar niat schnell lafn, hat aber a große Werbeflächn."
Derweil nimmt eine Erpressungsgeschichte ihren Lauf, als die Urlaubsfotos von Thomas mit den "nackten Tatsachen" in die Hände von Olga und Mandy gelangen. Sie wollen ihrem Chef eins auswischen, weil der sie mit ihrer Bitte nach einer Gehaltserhöhung abblitzen hatte lassen. Als die "Wäsche platt machende Olga" plötzlich mehrere Koffer an sich reißen will, ist auch das Kofferfiasko perfekt. Auf einen der Koffer ist auch Mafiaboss Silvano Calcone (Matthias Hörl) scharf. Er ist aber weniger an der Wäsche als an der Schmuggelware darin interessiert. Auch für die Urlaubsfotos blättert er "mehrere Mille-Euros" hin, da er die Beweise für einen Auftragsmord vernichten will. Da wittert die Kriminalpolizistin Britta ihre Chance, endlich jemanden dingfest zu machen.

Lauscherin im Schrank

Außer Olga, die das Gerücht in Umlauf bringt, Chef und Chefin würden beide fremd gehen, stiftet auch die Nachbarin, Anna (Iris Zechmayer), gehörig Verwirrung. Wenn sie nicht gerade auf der Suche nach etwas Milch oder Zucker ist, verbringt sie die meiste Zeit im Kleiderschrank, um zu lauschen und etwas Neues zu erfahren. Unfassbar, was sie da hört, und sie folgert: "Der Tatort-Krimi is wia a Sissi-Film im Vergleich zu dem, was in dieser Familie passiert!" Und Thomas kommt zu der Erkenntnis: "Frauen kannst einfach nix recht machen." Doch am Ende lösen sich die Knoten zur besten Zufriedenheit auf.
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