30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kinder finden im Bergwerk Edelsteine und Kristalle - Besuch im Mineralienmuseum Mähring Glitzernde Beute für junge Schürfer

Das Mineralienmuseum von Ferdinand Wagner, eine Führung durch das Bergwerk in Stribro und "Steineklopfen" auf einer Halde waren die Höhepunkte beim Ferienprogramm mit dem Mähringer Mineraliensammler. Dabei fanden die Kinder sogar einige Edelsteine und Kristalle.

Unter Tage erfuhren die Kinder hautnah im Bergwerk in Stribo, wie schwer Bergmannsarbeit ist. Bild: hfz
von Gisela WildnerProfil

Ein spannender Tag wartete auf die 15 Kinder die sich angemeldet hatten. Einige hatten ein Elternteil mitgebracht, so dass 27 Personen mit auf die Reise in die Urzeit gingen. Staunen über Staunen hinterließ Ferdinand Wagners Privatmuseum auf den Gesichtern seiner Gäste.

Wertvolle Funde

Für die Buben und Mädchen hatte der "Ferdl" eine "Schatzkiste" vorbereitet. Die war mit Sand gefüllt. Aber beim Buddeln darin kam so mancher Edelstein, Quarz, oder Kristall in allen Farben und Formen zum Vorschein. Sogar Gold und Silber fanden die Kinder in der Kiste. Ihre wertvollen Funde durften sie als Andenken mit nach Hause nehmen.

Bei der Museumsführung verriet Wagner wo Fundstellen in der näheren und weiteren Umgebung bis hinein nach Tschechien liegen. Seine Funde präsentiert er in zahlreichen beleuchteten Glasvitrinen. Die großen Funden liegen auf dem Fußboden. Die Objekte glänzen und schillern in allen nur erdenklichen Farben. Zu sehen sind dort Goldnuggets, Silber, Bergkristalle, Feldspat, Kupfer, Gips, Antimon oder Calcit, Uran, Arsen und Fluorid. Sogar ein versteinerter Baum ziert die Ausstellung. Geduldig beantwortete Ferdinand Wagner die vielen Fragen seiner großen und kleinen Gäste. Er erklärte wozu die verschiedenen Mineralien und Metalle in der Industrie verwendet werden. Fluorid zum Beispiel dient demnach als Flussmittel im Stahlbau, Calcit und Antimon werden ebenfalls bei der Stahlerzeugung verwendet. Flussspat findet in der chemisches Industrie Anwendung. Amethyst, der bei Schachten in der Nähe von Neualbenreuth gefunden wurde, ziert Teile der Eremitage in Bayreuth.

Alte Grube als Museum

Bestaunt wurden die Original-Bergmann-Kluft, der Grubenwagen oder die Grubenlampen aus den vergangenen Jahrhunderten. Sie wurden gleich begeistert ausprobiert. Dabei erklärte und zeigte FerWagner den Kindern, wie die Bergleute früher gearbeitet haben - und unter welchen Bedingungen. Dann ging es weiter nach Stribro in Tschechien, wo die Teilnehmer das Besucherbergwerk besichtigten. Dort ist dargestellt, wie die Bergleute früher Blei, Zinn und Silber abgebaut haben. Das Bergwerk war von 1555 bis 1972 in Betrieb. Ehemalige Bergleute haben sich zusammengeschlossen und die alte Grube zu einem Museum umfunktioniert. Bei der fast zweistündigen Führung ging es auch unter Tage. Auf der rund 1,5 Kilometer langen Strecke war es mit 7 Grad recht frisch.

Mit einer Brotzeit gestärkt nahm Ferdinand Wagner seine Begleiter mit zu einer Steinhalde. Ausgerüstet mit Hämmern, durften sie hier selbst ihr Glück versuchen. Tatsächlich fanden alle Kinder auf der Halde etliche Mineralien und sogar Bergkristalle. Ihre Freude war einfach riesig - und die Eltern waren stolz auf ihre erfolgreichen Mineraliensucher.

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