23.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

KLB-Familiengruppe und OWV begeistern Kinder bei der Sagenwanderung um St. Quirin Raubritter und Schatzsucher

Da rutschte so manchem Wanderer das Herz in die Hosentasche als er wie aus dem Nichts von Raubrittern umzingelt war. Alles nur Schau. Das Ferienprogramm mit der KLB-Familiengruppe und dem OWV stand diesmal unter dem Motto "Sagenwanderung um St. Quirin". Und dabei war neben viel Bildung auch Action angesagt.

von Autor LKProfil

Etwa zwanzig Kinder und einige Erwachsene nahmen an der vorletzten Ferienaktion teil. Als Ortskundiger und Kenner der Materie führte Georg Höning aus Ilsenbach die wissbegierigen Wanderer auf dunklen Pfaden zu verwunschenen Plätzen und wusste sogar wo ein Schatz vergraben sein soll.

Über 300 Jahre alt

Die alten Linden im Park vor der Kirche waren die ersten Objekte von denen Höning erstaunliches zu berichten wusste. So ist urkundlich belegt, dass vor 351 Jahren ein Bauer aus Ilsenbach war angestellt und bezahlt worden war, damit er die frisch gepflanzten Linden hegte und pflegte. Die Haupttätigkeit seiner verantwortungsvollen Aufgabe war dabei das Gießen. Bis zum vorigen Jahr gediehen die Bäume sehr gut. Der Sturm im Juli hat den mächtigen Bäumen aber schwer zugesetzt.

Georg Höning erklärte seinen interessierten Zuhörern, wie sich die Flur- und Besitzverhältnisse in der Geschichte verändert haben. Vorbei an der Quirinsäule wanderte die Gruppe weiter zum Schlößl, den Überresten einer Raubritterburg. Und prompt wurden die nichtsahnenden Wanderer von jungen Raubrittern in Angst und Schrecken versetzt. Ferienprogramm das Wissensvermittlung und Aktion hervorragend verbindet.

Gebannt hingen die jungen Zuhörer an den Lippen von Georg Höning als er Sagen und Schauergeschichten erzählte. So erfuhren die Kinder zum Beispiel, dass unter einem Steinhaufen vor dem sie standen einst ein großer Schatz verborgen war. In einer Johannisnacht sei es einem unbescholten Mann gelungen das viele Gold und die Edelsteine stillschweigend zu bergen.

Daraufhin bemerkte ein Mädchen, dass es geschickt wäre, das Ferienprogramm im kommenden Jahr um die Johannisnacht zu veranstalten. "Die Zeit nimmt nichts, sie verwandelt nur", las ein Kind bei einem letzten Stopp an einem angedeuteten Torbogen, einer Arbeit von Rüdiger Goedecke am Skulpturenweg, ab.

Essen spendiert

Abschließend machte sich die Gruppe zum Hof der Familie Kahl auf. Die Kinder grillten Würstchen und backten Stockbrot. Getränke und Essen spendierten die beiden Vereine.

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