01.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Köferinger Kirwa sorgt mit Flohmarkt für Gewurl Nie war das Bierzelt voller

Stattlich im Umfang, prächtig im Aussehen, gut 30 Meter hoch und im guten Alter: So stand sie da, die Fichte im Wiesenthal, bis sie am Freitagnachmittag das Schicksal ereilte. Von Altkirwabou Markus Metschl und seiner Mannschaft gefällt, wurde sie zum Köferinger Kirwabaam auserwählt.

von Klaus HöglProfil

Dank galt Bürgermeister Roland Strehl für diese Spende. Am Samstag wurde der Baum hübsch weiß-blau dekoriert. Dann war es an den muskelbepackten Köferingern (auch einige Lengenfelder waren dabei), die stattliche Fichte auf den Festplatz neben dem Köferinger Sportplatz in die Senkrechte zu bringen. Dort veranstalten der SV Köfering, der Heimat- und Kulturverein mit dem Vogl Sepp als Motor und die Kirwa-Leit seit 1981 die Kirwa des Ortsteils.

Die schönste Kirwa

Bis zur Allerweltskirwa, üblicherweise am dritten Sonntag im Oktober, werden im Landkreis gut 100 Kirwan über die Bühne gegangen sein. Für die Köferinger ist natürlich ihre eigene die allerschönste. Nicht wenige Stoderer bestätigen das, und die Gemeinde Kümmersbruck auch. Aber die ist in dieser Hinsicht ja ohnehin reich gesegnet. Trotzdem war's heuer in Köfering nicht ganz wie immer: Zum ersten Mal war am "Freitag nix" wie Josef Vogl sagte: Samstag, Sonntag und Montag tun's auch, wenn das Programm vollgepackt ist. Also wurde am Samstag der Baum mit viel "Hauruck" und Technik mit den Goißn aufgestellt. Gut 30 kräftige Männer hörten auf das Kommando von Wolfgang Neger und waren ein paar Stunden beschäftigt. Dreimal soviele schauten zu. An Getränken fehlte es dank des HKV nicht.

Wetter eher durchwachsen

Die dunklen Wolken hatten etwas Symbolhaftes - das Wetter war auch am Sonntag eher durchwachsen. Den Baam in die Senkrechte zu bringen, gelang den Burschen besser als den gleichzeitig hinter dem Bierzelt kickenden Köferingern, den Ball ins gegnerische Ebermannsdorfer Tor zu schießen. Zwar schafften das die Köferinger im Kirwa-Spiel dreimal, aber viermal gelang es den Ebermannsdorfern.

Das Bier schmeckte abends trotzdem. Bevor die Quertreiber am Samstagabend boarisch-fetzig loslegten, drängten sich nachmittags beim Kirwa-Flohmarkt 60 Stände im Zelt. Entsprechend groß war das Gewurl - nie war das Bierzelt voller. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen eines Festgottesdienstes im Bierzelt. Danach folgte ein Frühschoppen, bevor das Vorjahres-Oberkirwapaar Markus Metschl und Vanessa Schmaußer abdankte. Nachmittags wurde der "Baam aastanzt", begleitet vom Niederbayerischen Musikantenstammtisch.

Heute wird der Kirwabär durchs Dorf getrieben. Er läuft Gefahr, die Stoapfälzer Spitzbuam heute Abend um 20 Uhr nicht mehr mitzuerleben.

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