Kommunionkinder unterstützen spezielle Therapie für muskelschwachen Dreijährigen
Kleiner Hannes soll laufen lernen

Auf dem Luftballon wünschen die Kommunionkinder alles Gute für Hannes (in der Mitte mit Mutter Verena Schmid). An der Aktion beteiligten sich (hinten von links) Hannes Brunner, Tobias Helm, Jonas Hofmann, Tobias Mayer, Florian Haas, (vorne) Julia Fischer, Anna Zeitler und Luis Meindl. Bild: bir

Sie haben nicht nur ihre erste Heilige Kommunion und Geschenke empfangen, sie haben auch gegeben: Die acht Kommunionkinder der Pfarrei Hohenthanunterstützen mit ihrer Spende von 380 Euro den dreijährigen Hannes Schmid.

Der Junge aus Tirschenreuth kann aufgrund einer Muskelschwäche immer noch nicht selbstständig gehen. Die Mutter eines Kommunionkindes, Ramona Helm, hatte von diesem Schicksal erfahren. Gemeinsam mit den Kommunionkindern und deren Eltern beschloss man, die Familie Schmid gezielt zu unterstützen.

Zwei Monate zu früh kamen der dreijährige Hannes Schmid und seine Schwester Emma auf die Welt. Während sich die Zwillingsschwester normal entwickelte, mussten die Eltern, Verena und Martin Schmid aus Tirschenreuth, jedoch feststellen, dass Hannes nicht fähig war, die ersten Gehbewegungen zu machen. Er war in seinen Bewegungen eingeschränkt, seine Muskeln machten einfach nicht mit - eine Folge der Frühgeburt.

Verschiedene Therapien, bei denen die Muskeln trainiert werden, brachten bisher noch nicht den erhofften Erfolg bei Hannes. Durch Zufall erfuhren seine Eltern - Mutter Verena, geborene Trescher, stammt übrigens aus Bärnau - durch eine Fernsehsendung von einer neuen Therapie in der Slowakei. Das Adeli-Medical-Center in Piestany führt Reha-Maßnahmen unter anderem für Kinder mit Bewegungsstörungen durch. Einen besonderen Trainingseffekt sollen dabei spezielle Übungen mit simulierter Schwerelosigkeit in Belastungs- und Entlastungsanzügen haben. Doch diese Therapie im Ausland wird im Gegensatz zu Reha-Maßnahmen in Deutschland nicht finanziell gefördert und muss somit privat getragen werden. "Das kostet viel Geld, da sind die Ersparnisse schnell aufgebraucht", weiß Verena Schmid. Aber die Familie will natürlich alle Möglichkeiten nutzen, damit der kleine Hannes endlich laufen kann. Und deshalb ist das Ehepaar Schmid, das außer den Zwillingen noch eine vierjährige Tochter hat, über jede finanzielle Zuwendung dankbar - wie etwa über die großzügige Spende der Kommunionkinder aus der Pfarrei Hohenthan.

Am 3. August fahren die Schmids zum ersten Mal für drei Wochen in die Klinik in die Slowakei. "Wir hoffen einfach, dass diese Therapie erfolgreich ist und unser Hannes bald seine eigenen Schritte machen kann", sagt seine Mutter. Die Eltern wollen jedenfalls nichts unversucht lassen, damit eine Besserung eintritt.
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