Kundgebung zum 1. Mai mit Gegendemonstration
Würzburg erwartet mehr als 300 Rechtsextreme

Bild: dpa
Würzburg (dpa/lby). Am 1. Mai werden in Würzburg mehrere hundert
Rechtsextremisten sowie mehrere tausend Gegendemonstranten erwartet.
Es seien 300 Teilnehmer zur Kundgebung des «Nationalen und sozialen
Bündnisses» angemeldet worden, sagte Alexander Hoffmann von der
Stadtverwaltung am Montag. «Und es ist tatsächlich damit zurechnen, dass diese Zahl erreicht wird. Vielleicht werden es sogar 500.» Die Polizei werde am Mittwoch mit mehr als 1000 Einsatzkräften in der Innenstadt unterwegs ein, sagte ein Sprecher.

Insgesamt seien für den Feiertag drei Versammlungen angemeldet worden - die dritte Demonstration ist eine Kundgebung linksgerichteter Teilnehmer. Alle drei seien zeitlich und örtlich voneinander getrennt. Während die Veranstaltungen des Aktionsbündnisses «Würzburg ist bunt, nicht braun» bereits am Vormittag beginnen und vor allem in der Innenstadt geplant sind, wird der Aufzug der Rechten am frühen Nachmittag im Randbereich der Stadt stattfinden. «Die Rahmenbedingungen sind geschaffen, dass das eine absolut sichere Veranstaltung sein wird», so Hoffmann weiter.

Die Stadt hatte die Kundgebung des rechtsextremen Bündnisses
zunächst verboten. Das Verwaltungsgericht Würzburg hob das Versammlungsverbot als rechtswidrig auf. «Die Versammlungsfreiheit
ist für eine freiheitlich demokratische Staatsordnung konstituierend», hieß es in dem Beschluss.
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