16.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Landgericht hält Übergriffe von Gustl Mollath auf Ehefrau für erwiesen - 57-Jähriger mit Urteil ... Freigesprochen, aber nicht frei von Schuld

Am letzten Tag im Gericht begrüßte Gustl Mollath (links) noch einmal seinen Verteidiger Gerhard Strate. Im Laufe des Verfahrens hatte das Vertrauensverhältnis zwischen beiden gelitten. Bild: dpa
von Autor HOUProfil

Nach 16 Prozesstagen hat das Landgericht Regensburg sein Urteil im Wiederaufnahmeverfahren von Gustl Mollath gesprochen. Der 57-Jährige wurde zwar, wie erwartet, freigesprochen. Die Strafkammer hielt es aber für erwiesen, dass er im Jahr 2001 seine damalige Ehefrau Petra schlug und am Hals würgte. Weitere Taten, wie eine Freiheitsberaubung und zahlreiche Reifenstechereien, seien Mollath nicht nachzuweisen, sagte die Vorsitzende Richterin Elke Escher.

Der wichtigste Satz folgte zum Schluss. Er lautete: "Gustl Mollath wurde zu Unrecht in die Psychiatrie eingewiesen." Dort musste er über sieben Jahre lang zubringen. Dafür, so das Gericht, sei Mollath zu entschädigen. Der 57-Jährige will nicht hinnehmen, dass er seine Frau nach Auffassung der Richter verletzte. Allerdings ist eine Revision zum Bundesgerichtshof nach dem aus rechtlichen Gründen erfolgten Freispruch ausgeschlossen. (Seite 5)

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