Lewandowski-Spekulationen nehmen kein Ende
BVB und die Bayern dementieren

Robert Lewandowski. Bild: dpa
Die Spekulationen um einen Wechsel von Robert Lewandowski von Borussia Dortmund zu Bayern München gehen weiter. Der Topstürmer habe sich mit den Bayern bereits auf zwei Verträge geeinigt, berichtete die «Bild». Der BVB und die Bayern dementierten.

Dortmund. (dpa) Das Transfer-Gerangel um Borussia Dortmunds Torjäger Robert Lewandowski wird immer grotesker. Hat der Pole nun schon zwei Verträge mit Bayern München unterschrieben oder nicht? Der FC Bayern dementierte einen Bericht der «Bild»-Zeitung vom Freitag umgehend. In einer kurzen Presseerklärung stellte der deutsche Meister klar: «Der FC Bayern hat entgegen dieser Meldungen keinen Vertrag mit Robert Lewandowski.»

Laut «Bild» ist das anders: Das Blatt meldete, der polnische Nationalspieler habe zwei Kontrakte beim Rekord-Titelträger unterzeichnet - einer gültig zur kommenden Saison, der andere erst von 2014 an. Lewandowski ist noch bis nach Ende der kommenden Spielzeit an Borussia Dortmund gebunden. An den Spieler selbst darf ein Club derzeit ohnehin nicht herantreten, nur an dessen Berater.

Von der Borussia, die schon Mario Götze an die Bayern verlieren wird, gab es zunächst trotz Anfrage keine Stellungnahme. Doch es wird immer klarer, ähnlich wie seinerzeit bei Manuel Neuers Wechsel von Schalke nach München: Lewandowski ist beim BVB ein Kandidat auf schnellen Abruf.

Sein polnischer Berater Cezary Kucharski untermauerte einen raschen Vereinswechsel seines Klienten. «Robert Lewandowski verlässt nach den Ferien Borussia Dortmund», sagte er am Freitag im polnischen Nachrichtensender TVN 24, ohne allerdings ein präziseres Datum oder den künftigen Club zu nennen.

Eine Ausstiegsklausel besitzt Lewandowski, anders als der bereits von den Bayern für 37 Millionen Euro verpflichtete Götze, beim BVB aber nicht. «Nein, das ist der entscheidende Unterschied», sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der «Welt». Es liege bislang kein Angebot für Lewandowski vor. Watzke: «Wir möchten, dass er bei uns bleibt und werden das mit ihm besprechen.»

Angeblich haben die Berater des Topstürmers ein neues Angebot des Vereins für eine Vertragsverlängerung jedoch abgelehnt. Die Borussia soll Lewandowski ein deutlich höheres Gehalt geboten haben, wie die «Bild» erfahren haben will. Dagegen soll die Lewandowski-Seite auf eine angebliche mündliche Zusatzvereinbarung pochen, nach der ein anderer Verein den 24-Jährigen bis zum 15. Mai für eine bestimmte Summe aus seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag herauskaufen kann.

Schon am Donnerstag hatte Lewandowski-Berater Maik Barthel via «Spiegel online» versichert, es gebe ein Angebot für den Angreifer, das die Bedingungen des BVB erfüllen würde. «Wir halten uns an Absprachen. Nun müssen die Vereine für Klarheit sorgen», fügte Barthel hinzu. Laut «Spiegel online» sollen die Bayern bereits in der vergangenen Woche eine 25-Millionen-Euro-Offerte für den Weltklassestürmer abgegeben haben.

Die Spekulationen um Lewandowski hatten nach seiner Vier-Tore-Gala beim 4:1 im Champions-League-Halbfinalhinspiel gegen Real Madrid wieder Fahrt aufgenommen. Lewandowski werde künftig «in einem noch größeren Verein spielen. Einem noch besseren als Borussia Dortmund. Die Funktionäre von Borussia Dortmund wissen, wo er spielen wird», hatte sein Manager Kucharski im staatlichen polnischen Nachrichtensender TVP Info gesagt. Der BVB dementiert jedoch vehement, dass es entsprechende Vereinbarungen oder Angebote gibt.
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