17.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Lokale Steuerungsgruppe formiert sich Auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt

Der Zahl der Mitwirkenden an der Fairtrade-Kampagne sind keine Grenzen gesetzt. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Amberg. "Es ist ethisch-moralisch nicht vertretbar, unseren materiellen Wohlstand auf dem Rücken der Armen dieser Welt aufzubauen." Mit diesen Worten bringt Dr. Helmut Kollhoff den Fairtrade-Gedanken auf den Punkt. Gemeinsam mit seiner Mitstreiterin Heike von Eyb möchte der Vorsitzende des Amberger Eine-Welt-Ladens möglichst viele Menschen darauf aufmerksam und ihnen die Bedeutung des eigenen Handelns bewusst machen.

Deshalb setzen sie sich gemeinsam mit der Stadt dafür ein, dass Amberg die Auszeichnung "Fairtrade-Stadt" zuerkannt wird, heißt es in einer Pressemitteilung. Den Beschluss, sich an der im Jahr 2000 in Großbritannien und 2009 in Deutschland gestarteten Initiative zu beteiligen, hat der Stadtrat in seiner Juli-Sitzung gefasst. "Jetzt geht es darum, dieses Bekenntnis mit Leben zu erfüllen", betont Referatsleiter Gerhard Bauer, der den Prozess aufseiten der Verwaltung mit vorbereitet hat.

Fairer Kaffee im Rathaus

Er, Kollhoff und von Eyb sind sich sicher, dass es angesichts der "positiven Voraussetzungen" nicht allzu schwer fallen sollte, die Fairtrade-Auszeichnung zu bekommen. Damit dies gelingt, sind fünf Kriterien zu erfüllen. So müssen bei Stadtrats- und Ausschusssitzungen sowie im Büro von Oberbürgermeister Michael Cerny Fairtrade-Kaffee und ein weiteres Erzeugnis aus fairem Handel verwendet werden. Mit dieser Forderung renne man bei der Stadtverwaltung offene Türen ein. "Fairer Kaffee wird schon seit einiger Zeit im Rathaus ausgeschenkt", berichtet Bauer. Das zweite Produkt - denkbar wären beispielsweise Tee, Zucker oder Säfte - werde demnächst hinzukommen.

Kriterium Nummer zwei ist die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, die alle Aktivitäten koordiniert und unterstützt. Auch hier sind mit Dr. Helmut Kollhoff und Heike von Eyb die Hauptakteure bereits gefunden. Die Stadt werde von Margit Fruth aus dem Amt für Ordnung und Umwelt in dem Gremium vertreten. Nun werden noch Akteure aus den Bereichen Kirche, Schule, Handel, Vereine und Medien gesucht, die ebenfalls in dieser Gruppe aktiv mitarbeiten. Daneben benötigt man aus dem lokalen Einzelhandel und aus der Gastronomie mindestens neun respektive fünf Vertreter, die sich verpflichten, gesiegelte Produkte des Fairen Handels anzubieten.

Alle können mitmachen

Außerdem müssen öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen die Bereitschaft zeigen, Fairtrade-Erzeugnisse zu verwenden und Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel zu organisieren. Die örtlichen Medien werden gebeten, über sämtliche Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt zu berichten.

Der Zahl der Mitwirkenden sind nach oben keine Grenzen gesetzt. "Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Interessenten an dem Prozess beteiligen", verdeutlichen von Eyb und Kollhoff. Potenziellen Mitstreitern stehen sie gerne mit Rat und Tat zur Seite. Heike von Eyb ist telefonisch unter 0 96 24/93 41 46 oder per E-Mail unter heikeeyb[at]googlemail[dot]com erreichbar, Kollhoff nimmt Anfragen unter der Nummer 0172/8 127 468 oder Helmut.Kollhoff[at]web[dot]de entgegen.

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