Martina Hanauer zur Vorsitzenden in Gaisheim gewählt - Neuer Kommandant Kai Rudloff
Frauen retten die Feuerwehr

"Feuerwehr steckt tief in der Krise. In Gaisheim wollen Vorsitzender und Kommandant nicht mehr weitermachen", stand im "Neuen Tag" zu lesen. Nach der Jahreshauptversammlung am 23. Februar gingen die Mitglieder auseinander und befürchteten das Allerschlimmste, nämlich die Auflösung der mehr als 100 Jahre alten Wehr.

"Die Gemeinde steht hinter ihren zehn Feuerwehren und auch hinter der Feuerwehr Gaisheim", machte Bürgermeister Hermann Ach den Verantwortlichen Mut. Er führte erfolgreiche Gespräche mit verantwortungsbewussten Gaisheimern, so dass die Mitglieder erneut zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen worden waren.

Die neue Führungsriege

Kommissarischer Vorsitzender Martin Liebl begrüßte dazu viele Gaisheimer. Schnell waren die Neuwahlen abgewickelt. Neue Chefin der Feuerwehr ist Martina Hanauer. Ihr Vorgänger Martin Liebl, der zwölf Jahre lang das Amt bestens ausführte, war nicht mehr zur Kandidatur bereit. Stellvertreter bleibt Martin Bäumler. Neue Schriftführerin ist Vanessa Rudloff. 24 Jahre lang verrichtete Jürgen Kahler dieses Amt. Erster Kassier blieb Gerlinde Kahler. Ihr steht als zweiter Kassier Petra Bäumler zur Seite. Diese Position wurde zur Entlastung des ersten Kassiers neu geschaffen.

Kassenprüfer bleiben Karl Hanauer und Josef Kleber jun. Zu Beisitzern wurden Stefan Sixl, Martin Liebl und Marco Spandl (alle neu) gewählt.
Auch Kommandant Marco Spandl war nach zwölfjähriger Tätigkeit nicht mehr bereit, das Amt weiterzuführen. Neuer Kommandant ist nun Kai Rudloff. Der bisherige zweite Kommandant Jürgen Bäumler wurde in seinem Amt bestätigt.

Bürgermeister Hermann Ach dankte allen, die ein Amt übernommen haben. "Die Gemeinde steht für euch Gewehr bei Fuß", versprach er jederzeitige Hilfe. Er wünschte allen Gewählten eine glückliche Hand.

Kreisbrandmeister Thomas Kleber freute sich, dass die Wahlen so erfolgreich abliefen. "Ich stehe euch zur Seite und lasse euch nicht allein", machte er ihnen Mut. Kleber dankte auch dem scheidenden Kommandanten Spandl für seine gute Arbeit.

Karl Zimmermann bezweifelte die weitere Zulässigkeit des Anhängers der Feuerwehr. Vor vier Jahren wurde deshalb ein entsprechender Antrag an die Gemeinde gerichtet. Nun soll der Kreisbrandrat prüfen, ob mit diesem Tragkraftspritzenanhänger im Ernstfall noch ausgerückt werden darf.

Telefonanschluss nötig

Zweiter Kommandant Jürgen Bäumler sprach die Notwendigkeit eines Telefonanschlusses im Feuerwehrhaus an. Bürgermeister Ach erklärte, dass noch kein Gerätehaus mit einem Telefon ausgestattet sei.
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