Mehr Eigenverantwortung für Hochschulen gefordert
Unis sollen Qualität selbst überprüfen

Bild: dpa
München. (dpa/lby) Hochschulen in Deutschland sollten nach den
Vorstellungen des Aktionsrats Bildung die Qualität ihrer Lehre künftig selbst überprüfen. Die Studiengänge sollen dadurch verbessert und den Universitäten mehr Eigenverantwortung gegeben werden, steht in dem Gutachten mit dem Titel «Qualitätssicherung an Hochschulen: von der Akkreditierung zur Auditierung», das der Nachrichtenagentur dpa vorab vorlag.

Nach der derzeitigen Regelung kontrollieren externe, private Agenturen die Unis und stellen damit sicher, dass die Studiengänge den Standards entsprechen. Der Aktionsrat Bildung zweifelt daran, dass die bislang angewandte kleinteilige und «bürokratische» Untersuchung jedes einzelnen Studiengangs wirklich eine Verbesserung für die Unis bedeutet - zumal diese für die Agenturen zahlen müssen.

Finanziert wird der Aktionsrat von der Vereinigung der bayerischen
Wirtschaft (vbw). Er ist ein politisch unabhängiges Expertengremium,
das es sich zur Aufgabe gemacht hat, das deutsche Bildungssystem zu
bewerten.

Präsident Alfred Gaffal empfiehlt der bayerischen Staatsregierung, den Vorschlag umzusetzen und ihn auch auf Bundesebene einzubringen. Angst davor, dass die Unis ihre Aufgabe nicht ernst nehmen könnten, hat er nicht: «Qualität lässt sich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung steigern. Wie Unternehmen sind auch Hochschulen für die Qualität ihrer "Produkte", der Studiengänge, verantwortlich. Sie sind ihr Aushängeschild im Wettbewerb um die besten Köpfe.»
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