25.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"Mein Nachfolger als Cheftrainer findet ein intaktes Umfeld vor" Nach Völlers Rücktritt wartet Hitzfeld auf Anruf

Zwei Jahrevor der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland hat die deutsche Nationalmannschaft in Rudi Völler ihre Führungspersönlichkeit verloren. Einen Tag nach dem Ausscheiden aus der EM in Portugal verkündete Völler seinen Rückritt.

von Agentur DPAProfil

Der DFB-Trainer zog damit nur wenige Stunden nach der 1:2-Niederlage gegen Tschechien die Konsequenz aus dem Ausscheiden des DFB-Teams aus der Europameisterschaft. Völler verkündete seine Entscheidung, die er in der Nacht nach dem EM-K.o. im deutschen Mannschafts-Quartier DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder mitgeteilt hatte, bei der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Rückflug nach Frankfurt/Main. Zwei Jahre vor der WM im eigenen Land habe er "das Gefühl, dass es nur jemand machen kann, der unbefleckt ist und der Kredit hat". Er würde einen "Rucksack mit sich herumtragen".

Mayer-Vorfelder bedauerte den Rücktritt und sagte zur Nachfolge- Frage: "Ich werde mich bei der Suche von den Medien nicht in eine Hektik hineintreiben lassen. Dass Ottmar Hitzfeld ein Name ist, der in allen Überlegungen eine Rolle spielt, ist klar." Der ehemalige Trainer von Bayern München hat mit Ende der Saison seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister vorzeitig beendet. Hitzfeld hatte erklärt, er werde ein Erholungsjahr einlegen.

Völler sagte, sein Nachfolger finde ein intaktes Umfeld vor. "Ich sehe es nicht so schwarz wie vor vier Jahren." Er hätte das Team gern bis zum Jahr 2006 geführt. Aber in dieser Situation gehe es einfach nicht.

"Da ist der Egoismus der falsche Freund." Jetzt müsse ein Mann kommen, "der die Ruhe bewahrt, der weiß, ich mache das zwei Jahre und dann nach mir die Sintflut". (Seiten 8 und 9)

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