Mindestens 60 Tote bei Unglück im Sudan
In Goldmine begraben

Beim Einsturz in einer Goldmine in der sudanesischen Unruheprovinz Darfur sind mehr als 60 Menschen getötet worden. Die genaue Zahl sei noch unklar, sagte Polizeisprecher Elsir Ahmed Omer am Donnerstag. Ein Sicherheitsbeamter sprach von mehr als 90 Toten. Den Rettungskräften war es bis zum Donnerstagabend noch nicht gelungen, zu den Verschütteten in der Mine vorzudringen. Die Unglücksursache wurde zunächst nicht bekannt.

Insgesamt wurden am Montag bei dem Unglück in den Stollen der Mine Jebel 'Amer im Norden Darfurs laut Radiosender Dabanda fast 100 Menschen in 40 Meter Tiefe verschüttet.

Gold ist für den bitterarmen Sudan eine der wichtigsten Einnahmequellen, nachdem der Südsudan mit seinen Ölquellen 2011 unabhängig geworden war. Die erbärmlichen Arbeitsbedingungen in den Goldminen sind von Menschenrechtsorganisationen mehrfach kritisiert worden.

Der Streit um die Goldminen führte in der Vergangenheit immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Stämmen. Mitte Januar waren dabei mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 60 000 Menschen flohen vor Kämpfen zwischen der Abala-Volksgruppe und dem Stamm Beni-Hussein.
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