Ministerium widerspricht Kritik: Flüchtlingsansturm war nicht vorhersehbar
Protest von allen Seiten

Der Strom von Flüchtlingen nach Bayern reißt nicht ab. Von Montag auf Dienstag seien 160 Asylbewerber neu in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf angekommen, teilte eine Sprecherin der Regierung von Mittelfranken am Dienstag mit. 1600 Menschen sind zurzeit dort untergebracht. Zahlreiche weitere Flüchtlinge kamen in Zelte in Nürnberg und auf einen Bauhof in Altenberg (Kreis Fürth). In Nürnberg protestierten am Dienstag mehrere Dutzend Asylbewerber gegen diese Unterbringung. Sie forderten eine bessere medizinische Versorgung und Kleidung.

Nur eine Notmaßnahme

Die Diakonie hatte der Staatsregierung zuletzt vorgeworfen, viel zu spät auf den Ansturm von Flüchtlingen reagiert zu haben. Eine Sprecherin des Sozialministeriums hielt dagegen, diese Situation sei so nicht zu erwarten gewesen. Außerdem herrsche wegen der Masern-Fälle in der Münchener Erstaufnahmeeinrichtung eine Ausnahmesituation. Der Fürther Landrat Matthias Dießl (CSU) forderte, weitere leere Kasernen für die Unterbringung zu nutzen. Die Flüchtlinge in Zelten unterzubringen, könne lediglich eine Notmaßnahme sein.
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