26.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mit Hilfe eines Sachverständigen bei der Grundstückssuche Geld sparen Nur keine Hektik

von Redaktion OnetzProfil

Auf Baumessen lässt sich beobachten, wie viele Gedanken sich Bauherren um Form, Größe und Ausführung ihrer Häuser machen. Dem wichtigen Thema Grundstück widmen die meisten dagegen deutlich weniger Aufmerksamkeit.

Dabei ist das Grundstück nach den Herstellungskosten des Hauses der größte finanzielle Posten. In städtischen Ballungsräumen kann er die Baukosten sogar übersteigen.

"Wer gründlich und geduldig verhandelt, kann Kosten sparen und damit später die Finanzierung des Hauses einfacher machen", betont Professor Dr.-Ing. Horst Borgmann, öffentlich bestellter Vermessungsingenieur und Mitglied im Gutachterausschuss für Grundstückswerte Berlin.

Markt "studieren"

Als Voraussetzung für eine gute Verhandlungsposition empfiehlt Borgmann, sich Grundkenntnisse über den aktuellen Grundstücksmarkt anzueignen. Einen ersten Überblick bietet die Tageszeitung. "Veröffentlicht werden dort Angebote, die in aller Regel verhandelbar sind", sagt Borgmann.

Wer sich Zeit nehme, könne beobachten, wie sich bestimmte Grundstückspreise entwickeln. Nach Beobachtung von Borgmann lassen sich Angebotspreise im Schnitt um etwa zehn Prozent nach unten verhandeln. In den deutschen Landkreisen gibt es zudem Gutachterausschüsse für Grundstückswerte. Sie ermitteln regelmäßig Bodenrichtwerte auf Basis der Auswertung von Grundstückskaufverträgen, die jeder Notar zur Verfügung stellen muss.

Keine Eile

Professionelle Verkäufer geben oft an, in einer gewünschten Bodenrichtwertzone seien keine Grundstücke mehr vorhanden oder es gebe nur noch ein einziges, für das sich bereits viele Käufer interessieren würden. Von solchen Argumenten sollten Käufer sich nicht zur Eile treiben lassen.

Ist das Grundstück erschlossen? Kann man Altlasten ausschließen? Wie ist das Grundstück beschaffen? Im Zweifelsfall bringt die Beratung durch einen unabhängigen Sachverständigen mehr Klarheit. (djd/pt)

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