25.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mitarbeiter des Online-Dienstes verhaftet: 92 Millionen Daten an Spam-Versender verkauft E-Mail-Adressen von AOL-Kunden verhökert

von Agentur DPAProfil

Den US-Behörden ist ein erster schwerer Schlag gegen den illegalen Vertrieb von Werbe-Mails im Internet gelungen. Ein 24-jähriger Mitarbeiter des Online-Dienstes AOL sei wegen des Verdachts verhaftet worden, eine fast komplette Liste mit den 92 Millionen E-Mail-Adressen von AOL-Kunden für 100 000 Dollar (85 000 Euro) an einen Versender von Spam-Mails verkauft zu haben, berichten US-Medien. Auch der 21-jährige Käufer, der Glücksspiele im Internet betreibt, sei festgenommen worden. Der AOL-Ingenieur sei fristlos entlassen worden, so das "Wall Street Journal". Der Staatsanwalt wirft dem AOL-Mitarbeiter vor, sich im Mai 2003 nicht nur illegal die Internet-Adressen, sondern auch Kundeninformationen wie Benutzernamen, Telefonnummern, Postleitzahlen und Typen von Kreditkarten verschafft zu haben. Jedoch habe er keinen Zugang zu den Kreditkarten- Nummern oder Passwörtern der Kunden gehabt, schreibt die "Washington Post". Millionen von AOL-Kunden seien nach dem Verkauf mit unerwünschter Werbung bombardiert worden.

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