Moskau und St. Petersburg keine Partnerstädte mehr
Signale aus Prag

Die Moldaumetropole Prag hat ihre Städtepartnerschaften mit Moskau und St. Petersburg aufgekündigt. Man reagiere damit auf die "russische Aggression" gegen die Ukraine, teilte Oberbürgermeister Tomas Hudecek am Mittwoch mit. Er rief weitere Städte auf, diesem Beispiel zu folgen. "Wir bleiben Freunde mit dem russischen Volk, lehnen aber die imperiale Politik des Kremls ab", erklärte Hudecek. Der Politiker sprach von einem "Signal" an die russische Führung. Die Partnerschaften bestanden seit 1991 mit St. Petersburg und seit 1995 mit Moskau.

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Wales hat Tschechien außerdem eine schrittweise Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben eingeleitet. Die Parteivorsitzenden der Mitte-Links-Koalition in Prag unterzeichneten am Mittwoch eine Absichtserklärung. Sie sieht vor, dass die Militärausgaben bis zum Jahr 2020 von derzeit knapp ein Prozent auf 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen.
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