06.05.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Motorradtreffen leidet unter mangelndem Interesse am Biken Nur ein kleines Häuflein

In lockerer Gesprächsrunde trafen sich die Gäste beim Motorradtreffen zum Erfahrungsaustausch, mit dabei der Vorsitzende der Motorradfreunde Black Creek, Helmut Riebel (links). Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Das Bikertreffen der Motorradfreunde Black Creek Schwarzenbach auf einer Wiese nahe Schwand hatte in den vergangenen Jahren Gäste in Scharen aus ganz Deutschland angelockt. Am Samstagnachmittag standen nur rund 15 Motorräder rund um die kleine Zeltstadt. Vorsitzender Helmut Riebel, gab neben dem schlechten Wetter einer Reihe anderer Kriterien die Schuld.

"Der Trend zum Motorradfahren hat den Rückwärtsgang eingelegt", sagte Riebel. Für den Erwerb der Fahrerlaubnis gebe es viele Hürden. So dürfe mit dem Führerschein in Stufen erst nach zwei Jahren ein Motorrad mit mehr als 34 PS gefahren werden. Außerdem sei Motorrad ein teures Hobby. Für den Preis eines attraktiven Bikes könne man oftmals locker ein Mittelklasseauto kaufen.

"Die kostet mit Sicherheit um die 25 000 Euro", zeigte der Vorsitzende auf eine Harley. "Das sind dann Preise, die für junge Menschen nicht mehr erschwinglich sind." Viele entdeckten das Motorradfreunde im Alter von 40 plus wieder als Hobby entdecken. "Dann ist die Familie gegründet und die Finanzen meist in Ordnung, so dass wieder Geld für ein Motorrad da ist." Dennoch genoss die kleine Gruppe das Wochenende mit lockeren Gesprächen am Biertisch und mit der Musik der "Herzig-Band".

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