Mutmaßlicher Bombenleger belastet den toten Bruder
Wut über die Kriege der USA

Ein Motiv der mutmaßlichen Bombenleger von Boston soll Wut über die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak gewesen sein. Der schwer verletzte Verdächtige, Dschochar Zarnajew, gab dies US-Medien zufolge bei einem Verhör an.

Der 19-Jährige habe außerdem gesagt, er und sein Bruder Tamerlan hätten sich im Internet über den Bau der Bomben informiert. Der von der US-Polizei getötete Terrorverdächtige von Boston, Tamerlan Zarnajew, hatte russischen Behörden zufolge keinen Kontakt zum islamistischen Untergrund. Er sei 2012 in der Konfliktrepublik Dagestan im Nordkaukasus gewesen, um seinen Pass zu erneuern. Es gebe keine Hinweise, dass er während seines Aufenthaltes mit radikalen Gruppierungen oder Terroristen in Verbindung gestanden habe.

Dschochar Zarnajew hatte im Krankenhaus ausgesagt, er und sein Bruder hätten ohne Hilfe internationaler Terrorgruppen gehandelt. Dem 26-Jährigen gab er die Hauptschuld an dem Anschlag: Er sei die treibende Kraft gewesen. Der Ältere habe sich vom Heiligen Krieg motivieren lassen und den Islam retten wollen.
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