10.08.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nächtliches Treiben: Oberpfälzer soll mit Kumpan 24 Mini-Pools in fränkischen Vorgärten ... Mit dem Messer zum Plantschbecken

von Autor HOUProfil

Reifenschlitzer kennt die Polizei zur sattsamen Genüge. Auch solche Zeitgenossen, die mit Messern über Pferde und andere Tiere herfallen, stehen in den Unterlagen der Behörden. Das aber, was die Polizei im fränkischen Hersbruck nun schon im zweiten Jahr zu bearbeiten hatte, ist völlig neu: Die Uniformierten kamen zwei Männern auf die Spur, die sich einen Spaß daraus machten, Kinderplantschbecken durch Messer- und Schraubenzieherstiche zu demolieren. Wenn die Polizisten kamen, gab es in jedem Fall ärgerliche Gesichter. Besonders bei Kindern, denen die sommerlichen Badefreuden im elterlichen Garten gründlich vermiest worden waren. "Da hat jemand ins Plantschbecken gestochen", stellten die Uniformierten fest.

Die Täter reisten herum. Sie kamen nach Reichenschwand und Henfenfeld, nach Happurg und Hersbruck. 16 einzelne Fälle registrierte die Hersbrucker Polizei im letzten Sommer. Als der Herbst kam, zog aus begreiflichen Gründen Ruhe ein. Heuer aber begann die Serie erneut. Acht Plantschbecken ging seit Juli die Luft aus, versickerte das Wasser in Rasengrundstücken. Da wurde es den Ermittlern zu bunt. Sie leiteten eine umfangreiche Überwachung ein und kamen dabei den Tätern auf die Spur.

Der eine stammt aus dem Raum Sulzbach-Rosenberg und ist 21 Jahre alt. Sein 22-jähriger Kumpan wohnt im fränkischen Altdorf. Mit Schraubenziehern und Tapetenmessern gingen beide auf nächtliche Becken-Tour und schlitzten auch noch zwei Cabrio-Verdecke auf. "Sie hatten Gefallen daran gefunden, anderer Leute Sachen zu zerstören", berichtete ein Polizeisprecher und schätzte den Schaden auf fast 8000 Euro.

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