18.08.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nitrat

von Redaktion OnetzProfil

"Das Nitrat im Grundwasser stammt zu 80 bis 90 Prozent aus der Landwirtschaft", schreibt das bayerische Umweltministerium in seinem Heft "Wasserland Bayern" auf Seite 52. Nitrat werde vornehmlich im Winter ausgewaschen, "wenn die Pflanzen nichts verbrauchen und besonders viel Niederschlag versickert".

Das Umweltministerium stellt auf Seite 49 weiter fest: "In der Landwirtschaft werden große Mengen Stickstoff ausgebracht. Überschüssiger Stickstoff, der nicht von den Pflanzen aufgenommen wird, kann durch Bodenbakterien in leicht lösliches Nitrat umgewandelt werden, das über das Sickerwasser bis ins Grundwasser transportiert wird und dieses belastet. Aus Nitrat kann sich im Körper Nitrit bilden, das besonders Säuglingen gefährlich werden kann. Nitrit begünstigt zudem die Bildung von Nitrosaminen, welche unter dem Verdacht stehen, krebserregend und erbgutverändernd zu wirken."

Auch "Gärreste und Sickersäfte aus nicht ordnungsgemäß errichteten oder betrieben Biogasanlagen und zugehörigen Silagelagern stellen eine zunehmende Gefahr für das Grundwasser dar" (Seite 47). (cf)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.