Obama lässt aber auch Nahrungsmittel über Flüchtlingen im Irak abwerfen
US-Luftwaffe bombardiert Stellungen der Terror-Miliz

Zwei F-18-Kampfjets flogen am Freitag die ersten Angriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Sie sollen vom Flugzeugträger "George H. W. Bush", der im Persischen Golf liegt, gestartet sein. Archivbild: dpa

Gut zweieinhalb Jahre nach dem erklärten Ende des Irak-Kriegs haben die USA mit Luftangriffen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Norden des Landes begonnen. Großbritannien und die USA ließen außerdem Nahrungsmittel abwerfen, um den Flüchtlingen zu helfen.

Zwei F18-Kampfjets hätten lasergelenkte Bomben auf eine mobile Artillerieeinheit abgeworfen, erklärte das Pentagon. "Die extremistische Gruppe IS hat diese Artillerie benutzt, um kurdische Kräfte zu bombardieren, die Erbil verteidigen und wo sich US-Personal befindet." Nach Angaben von CNN wurden die Angriffe mit Kampfjets vom Flugzeugträger "George H. W. Bush" geflogen, der bereits im Juni in den Persischen Golf verlegt worden war. Am Freitagabend gab es dem US-Verteidigungsministerium zufolge weitere Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz.

US-Präsident Barack Obama hatte die Luftschläge in der nacht zum Freitag zum Schutz amerikanischer Militärs und bedrohter Minderheiten im Nordirak genehmigt. Bei seiner Ansprache im Weißen Haus hatte er zugleich einen Hilfseinsatz für die tausenden Flüchtlinge im Nordirak angekündigt. Das Militär habe "grünes Licht", um bei einer Bedrohung der Flüchtlinge weitere Angriffe zu starten, berichtete CNN. Stunden zuvor hatten drei US-Frachtflugzeuge und zwei Kampfjets 8000 Fertigmahlzeiten und 20 000 Liter Wasser über dem Sindschar-Gebirge im Nordirak abgeworfen. Damit sollte den tausenden Jesiden und Christen, die sich vor den sunnitischen Extremisten verstecken, geholfen werden. Die Bundesregierung stellte 2,9 Millionen Euro für die Bewältigung des Flüchtlingsdramas zur Verfügung. Die Ermordung, Vertreibung oder Zwangskonversion von Christen, Jesiden und anderen religiösen Minderheiten durch die Terroristen bedeute eine "neue Dimension des Schreckens", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier.(Seite 2 und 8)
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