Obduktion: Auf der Donau gefundener Junge ist Opfer eines Verbrechens
Korb-Baby umgebracht

Das in der Donau in Niederbayern gefundene tote Baby ist kurz nach seiner Geburt getötet worden. Das habe die Obduktion am Freitag ergeben, teilte die Polizei mit.

Demnach wurde der Junge lebend geboren und starb wenig später durch Gewalt. "Wir ermitteln in einem Tötungsdelikt", sagte Polizeisprecher Michael Emmer. Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Jungen am Donnerstag in der Nähe eines Sportboothafens im niederbayerischen Saal (Landkreis Kelheim) entdeckt. Inzwischen konnte der 48-jährige Mann befragt werden, der das Kind gefunden hatte. Er stand nach dem Fund unter Schock und musste psychologisch betreut werden. Wer das Baby dort hin gelegt hat und wer die Eltern sind, ist noch unklar. "Der Tatort wird noch weiträumig abgesucht. Dabei kommen auch spezielle Hunde zum Einsatz", sagte Polizeisprecher Emmer. Der nackte Säugling hatte in einem Einkaufskorb mit Henkel gelegen. Der Bub war lediglich mit einem lilafarbenen Handtuch bedeckt. Der Korb, der mit einem hellblauen Stoff bezogen und einem weiß-schwarzem Blumenmuster bedruckt ist, trieb auf der Wasseroberfläche, als der Spaziergänger ihn herausfischte.

Nach Angaben der Polizei dürfte der Korb mit dem toten Jungen erst vor kurzem am Donauufer abgestellt worden sein. Die Ermittler hoffen daher auf Zeugen, die in der Nähe des Sportboothafens oder der Umgebung Verdächtiges gesehen haben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.