20.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Oberbibracher feiern fünf Tage lang ihre Kirchweih - Kirwazug mit anschließendem Derblecken ... Ausnahmezustand im Bibertal

Was dem Rheinländer sein Karneval ist, ist dem Oberpfälzer seine Kirwa: Die fünfte Jahreszeit, ausgiebig zelebriert in drei Gaststätten, mit typisch-regionalen Speisen, Musik und als Höhepunkt einem Umzug durch die Straßen.

von Autor EDOProfil

Zum Auftakt des fünftägigen Fests, bei dem sich die Ortschaft im Ausnahmezustand befindet, wird am Donnerstag ab 18 Uhr in "Werners Gartenzelt" und im Schützenhaus Krenfleisch kredenzt. Im Schützensaal präsentieren zudem die "Lustigen Bauernseufzer" Musik - eine Mischung aus volkstümlichen Klängen sowie schwungvollen Stimmungshits.

Kirwa-Schatz

Kirwabetrieb herrscht auch in "Hugo's Pils-Pub" von Donnerstag bis Sonntag mit warmer Küche. Im Laufe des Abends machen sich dann die stärksten Kirwa-Boum zusammen mit den schönsten Kirwa-Moidla auf, den vor einem Jahr im kargen Boden des Keuper-Sandsteins versenkten Kirwa-Schatz zu bergen, um diesen anschließend der Öffentlichkeit zu präsentieren und so den offiziellen Startschuss zu dem Event zu geben.

Treffsicherheit am Luftgewehr ist am Freitag bei den Schützen gefragt. Alle Mitglieder sind dazu aufgerufen, den einen Schuss abzugeben, der darüber entscheidet, wer sich die folgenden zwölf Monate Schützenkönig und Schützenliesl nennen darf.

Auch die restliche Bevölkerung kann es beim "Sie-Er- Schießen" krachen lassen. Jeweils Paare zielen dabei auf eine "Glücksscheibe" und können attraktive Preise gewinnen. Auf der Speisen- und Getränkekarte stehen Pizza im Schützenhaus sowie Fischspezialitäten und Cocktails in "Werners Gartenzelt".

Am Samstag lassen auch in "Hugo's Pilspub" professionelle Shaker die Becher kreisen und mixen eine große Auswahl an Cocktails. Ein kulinarischer Überraschungsabend wartet auf die Gäste in "Werners Gartenzelt".

Ein zünftiger Frühschoppen im Schützenhaus leitet dann den höchsten Kirwatag, den Sonntag, ein. Ab 11 Uhr werden hier und in "Werners Gartenzelt" köstliche Braten und Schnitzel sowie andere Leckereien angeboten. Aufgrund des üblicherweise großen Ansturms empfiehlt sich eine Voranmeldung (Telefon Schützenhaus: 09205/555, "Werners Gartenzelt": 09205/1441).

Um 14 Uhr rollt dann endlich der Kirwazug durch die abgesperrten Straßen des 500-Seelen-Ortes und macht schließlich im Zentrum Halt, um öffentliche Anklage über alle bösen Buben und missratenen Mädchen zu halten, die das Gemeindeleben im vergangenen Jahr um einige Anekdoten bereichert haben.

Musikantentreffen

Dabei spannen die geistigen Väter und Mütter der bissigen "Gstanzla" trotz lokaler Färbung jedoch stets den Bogen zu den großen Ereignissen der Welt, damit auch Außenstehende etwas vom Derblecken haben.

Bereits seit Wochen sitzen die Dichter und Denker zusammen und stellen die passenden Reime und Geschichten zusammen.

Nach diesem Höhepunkt gibt es Kaffee und Kuchen sowie später auch herzhafte Schmankerl in allen Gaststätten. Im Schützenhaus versammelt sich bei einem Musikantentreffen unter der Regie von Vorsitzenden Gerhard Thurn ab 16 Uhr alles, was in der regionalen Szene Rang und Namen hat, zum gemeinsamen Musizieren.

Ein Barde besonderer Art gastiert ab 19 Uhr in "Hugo's Pilspub": "Hempel, der absolute Hammer aus Erlangen", lässt die Puppen tanzen und gibt Hits für alle Geschmäcker zum Besten.

Bereits früh beginnt der Kirwa-Ausklang am Montag mit Frühschoppen und anschließendem Mittagstisch im Schützenhaus. Nachmittags treffen sich dann die Kartler zum Schafkopfen.

Flott wird's ab 19 Uhr noch einmal mit dem Trio infernale des "Horrido-Express". Die drei Vollblutmusiker begeistern mit ihrer Mischung aus witzigen Sprüchen und schwungvollem Sound.

In "Werners Gartenzelt" können sich die Besucher den Kirwa-Abschied mit allerlei Gaumenfreuden versüßen.

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