20.03.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Peter Behrend Vorsitzender des SVL Traßlberg - Bedauern über gescheiterte Fusion mit Nachbarn Eine runderneuerte Mannschaft

Gut gerüstet und mit vielen neuen Gesichtern startet der SVL Traßlberg in die nächsten zwei Jahre. Nach dem Verzicht auf eine erneute Kandidatur des bisherigen Führungsduos Manfred Weiß und Erich Lobenhofer - aus unterschiedlichen persönlichen Gründen -, rückte abermals Peter Behrend an die Spitze des Sportvereins, dem er schon einmal zehn Jahre vorgestanden hatte. Mehrere Redner, darunter Bürgermeister Franz Birkl, bedauerten, dass die Fusion mit dem SVM Poppenricht - nach dem Ausstieg durch die Vorsitzende des Nachbarvereins - nicht realisiert wurde.

von Autor WWLProfil

Dieses Scheitern nahm im Bericht des scheidenden SVL-Vorsitzenden Manfred Weiß breiten Raum ein. Angesichts der Vielzahl von Sitzungen und Fusionstreffen sprach er von einem verlorenen Jahr und von damit verbundenen Enttäuschungen.

Obwohl der neue Vereinsname, ein gemeinsames Wappen, eine wiederholt juristisch geprüfte Satzung, die Finanzstruktur und der Fusionsvertrag nach unendlich mühsamer Kleinstarbeit auf dem Tisch gelegen seien, sei es nach dem im Alleingang vollzogenen Ausstieg der SVM-Vorsitzenden, Anna Girbert, nicht zum Zusammenschluss gekommen.

Trotz vorhandenen Auftrags

Weiß benutzte in diesem Zusammenhang die Begriffe "unerklärlich" und "unentschuldbar". Zugleich entschuldigte er sich vor der Versammlung, weil sowohl die gesamte SVL-Gemeinde als auch die weit überwiegende SVM-Mehrheit ihren Vorstandschaften den Auftrag zu Fusionsverhandlungen erteilt hatten. Ein neues sportliches Gebilde mit rund 1000 Mitgliedern aus den in der Gemeinde ansässigen Vereinen zu schaffen, sei eine große Chance gewesen.
Mit der Neugründung wäre man in der Lage gewesen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. Weiß machte keinen Hehl daraus, dass für ihn das Scheitern der Fusion eine große Enttäuschung gewesen sei: "Mich trifft das persönlich sehr hart." Es seien viele Stunden vergebens "in das einzig wirkliche Zukunftsprojekt investiert" worden. Manfred Weiß bedauerte dies außerordentlich und sah darin einen Rückschritt.

Gelegenheit nicht genutzt

Dem pflichtete Bürgermeister Franz Birkl in der späteren Diskussion in gewisser Weise bei. Er selbst habe an fast allen Verhandlungsrunden teilgenommen. Dabei sei stets "vernünftig diskutiert worden", bekundete er. Eine möglichst "schlanke Satzung" hätte einer künftigen Vorstandschaft genug Handlungsspielraum lassen sollen, schilderte er die Gedanken der Beteiligten. Zum Scheitern sagte Birkl: "Ich finde es schade, dass die Gelegenheit nicht genutzt wurde." Und er fügte hinzu: "Ich kann die Vereine nicht zur Fusion zwingen."
Fragen aus der Runde, wie die künftige Bezuschussung der Vereine aussehen werde, verwies der Bürgermeister an den Gemeinderat: "Da muss halt ein Antrag gestellt werden", wohlwissend, dass ein Verein mit einer großen Fußballabteilung weit kostenintensiver zu führen ist, als ein solcher mit keinem oder ganz wenig Spiel- und Trainingsbetrieb.

Ungeachtet der Fusionsdiskussion hatte die Versammlung auch noch Neuwahlen zu schultern. Der Ausgang ist dem Kasten "SVL-Führung" zu entnehmen. Über Ehrungen und die beschlossene Beitragsanpassung folgt noch eine Berichterstattung.

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