10.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Planungsausschuss kippt Investorenwettbewerb Ideen fürs Spitalquartier gesucht

Die Anwesen am Spitalplatz sollen weg. Ein vorgesehener Investoren-Wettbewerb wurde vom Planungsausschuss Beer-Anwesen abgesetzt. Bild: Götz
von Redaktion OnetzProfil

Schwandorf. (ch) Nächster Anlauf für das Spitalquartier: Mit einer Rahmenplanung will die Stadt um Investoren werben, um den Schandfleck am westlichen Stadteingang zu beseitigen. Der beschlossene Investorenwettbewerb wurde vom Planungsausschuss ad acta gelegt.

Das Viertel zwischen der Fronberger Straße und dem Marktplatz ist städtebaulich von Bedeutung, weil der stufenartige Aufbau das Stadtbild prägt. Entsprechend anspruchsvoll müssten Lösungen für eine neue Bebauung sein. Das wurde schon vor über drei Jahren deutlich, als Architektur-Professor Johann-Peter Scheck einige Entwürfe vorlegte. Bebauung mit Einfamilienhäusern und kleinen Gärten ließ er virtuell entstehen, als Alternative aber ebenso Blöcke mit großzügigen Gewerbeflächen. Letztere stießen im Ausschuss damals auf Ablehnung.

Weil die Stadt auf den knapp 1000 Quadratmetern Grund der ehemaligen Beer-Häuser samt Spitalparkplatz nicht selbst bauen möchte, sollte ein Investorenwettbewerb die Lösung bringen. So jedenfalls beschloss es der Planungsausschuss noch im Oktober. Der Beschluss wurde nun mangels Erfolg aufgehoben. Nun solle auf Grundlage der Studie Professor Schecks ein Rahmenplan erstellt werden, sagte Stadtplanerin Albina Harito. Zu berücksichtigen ist dabei wohl auch, dass einerseits Handwerk und Gewerbe hier noch ihren Platz haben, andererseits rund ein Viertel der Gebäudeflächen in dem Viertel leer stehen.

Eine Rahmenplanung muss kein förmliches Verfahren durchlaufen, sie ist nur verwaltungsintern bindend. Der Plan würde die Sanierungsziele formulieren und damit die städtebauliche Entwicklung vorgeben. Die Stadtplanung hatte die Fläche auch für eine öffentliche Nutzung, etwa für die Stadtbibliothek, im Blick. Nachdem die Finanzen einen Neubau der Bücherei wohl auf längere Sicht nicht hergeben, würden diese Planungen nicht weiter verfolgt, so Harito.

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