Reaktionen aus der Region

"Nach der respektablen Entscheidung von Georg Schmid, vom Vorsitz der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag zurückzutreten, gilt es jetzt, den Blick entschlossen nach vorn zu richten", erklärte die Oberpfälzer CSU-Bezirksvorsitzende und Europaministerin Emilia Müller aus Bruck (Kreis Schwandorf). "Im Zentrum der Arbeit stehen ab sofort wieder alleine die inhaltlichen Zukunftsfragen unseres Landes."

"Wenn Georg Schmid zu der Auffassung gelangt ist, dass er seine Arbeit an der Spitze der CSU-Fraktion nicht mehr so erfüllen kann, wie er das selbst von sich erwartet, ist diese Entscheidung zu respektieren", erklärte der Nabburger CSU-Landtagsabgeordnete Otto Zeitler. Zeitler war in der Affäre um die Beschäftigung von Familienangehörigen selbst in die Schusslinie geraten, betont aber, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. "Ich habe nichts zu verbergen."

Für seine CSU-Parlamentskollegin Petra Dettenhöfer (Kirchenthumbach) war Schmids Rückzug unvermeidlich. "Auch wenn legal war, was er tat. Der Rücktritt ist die logische Konsequenz", sagte sie. Schmid habe die richtige Entscheidung getroffen, erklärte auch die Regensburger CSU-Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer. "Dennoch bedaure ich es persönlich sehr, da wir in den vergangenen Jahren stets vertrauensvoll zusammengearbeitet haben und er die Fraktion mit großer Stärke geführt hat." "Ich habe Georg Schmid als einen menschlich sehr angenehmen Fraktionschef erlebt und habe Respekt vor seiner Entscheidung", sagte der Abgeordnete Tobias Reiß (CSU) aus Brand. "In einer persönlich für ihn sicher nicht einfachen Situation beweist er ein besonderes Verantwortungsgefühl für unsere Fraktion."
Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl(Schnaittenbach) sagte, er und seine Fraktion hätten den Rücktritt kommen sehen. "Das hat sich nach der Landtagssitzung am Mittwoch bereits abgezeichnet." Den Schritt bezeichnete er als folgerichtig. Nun müssten es Schmid weitere Politiker, wie etwa Kultusminister Ludwig Spaenle, gleichtun. Auch der Schwandorfer SPD-Abgeordnete Franz Schindler verlangt weitere Konsequenzen. "Was ist mit Kultusminister Ludwig Spaenle und den Staatssekretären Franz Josef Pschierer, Gerhard Eck und weiteren CSU-Abgeordneten?", fragte er. "Ich erwarte, dass alle Einzelheiten über die Arbeitsverhältnisse oder Werkverträge veröffentlicht werden." (upl)
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