23.11.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Reiner Meier, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmer-Union, sieht Angela Merkel ... "Seehofer wird am Ende obsiegen"

von Stefan Zaruba Kontakt Profil

Mit Horst Seehofer verlässt die Galionsfigur der Arbeitnehmerschaft in der CSU die Fraktionsspitze im Bundestag. Stellvertreter Seehofers im Vorstand der Arbeitnehmer-Union in Bayern (CSA) ist der Tirschenreuther Reiner Meier. Für ihn ist mit dem Rücktritt Seehofers das Ringen um Nachbesserungen im Gesundheitskonzept nicht beendet.

Was bedeutet dieser Rücktritt für die Union?

Meier: Die Union verliert einen der herausragendsten Politiker der letzten 20 Jahre. Er verkörpert in der CSU das Soziale schlechthin - und das Menschliche in der Politik. Frau Merkel ist durch den Rücktritt einer weiteren tragenden Säule der Politik nach Friedrich Merz ganz klar geschwächt.

Angela Merkel spricht von einem konsequenten Schritt Seehofers. Müsste er aber nicht konsequenterweise auch als Stellvertreter Edmund Stoibers in der CSU abtreten?

Meier: Wir dürfen die Gesundheitspolitik nicht an den Personen Seehofer und Stoiber aufhängen. Seehofer hat erklärt, dass es ihm um die Sache geht. Er muss Parteivize bleiben, weil eine CSU ohne Horst Seehofer nicht nur Federn lassen, sondern einen Flügel verlieren würde. Seehofer war in unseren Augen auch nie ein Querulant, sondern hat eine Linie vertreten, die über Monate hinweg einmal die CSU-Linie war.

Ist nun die Luft aus der Debatte genommen, oder wird die CSA erst recht an Korrekturen arbeiten?

Meier: Man kann nicht gegen seine Überzeugung Politik machen. Das, was bisher vorliegt, ist nur ein Parteitagsbeschluss. Wenn es in die Gesetzesmaschinerie geht, wird sicher das eine oder andere geändert. Am Ende wird Horst Seehofer mit seinem Konzept obsiegen.

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