17.05.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Robert Birkner tritt im Schickeria-Team bei MTB-Radwettbewerb an - 4. Platz und große ... Stunden durch Regen und Schlamm

Sportliche Betätigung und Gesundheit, das waren bislang die Absichten des "Freizeitradlers" Robert Birkner. Doch bei Touren auf dem Radlweg ist es nicht geblieben. Im Team der Schickeria ist Birkner bei einer 24-Stunden-MTB-Rennen eingesprungen - und hat sich wacker geschlagen.

von Autor BIRProfil

Ideale Voraussetzungen für die Radler am Grenzkamm bietet der Radweg. Von Thanhausen aus hin und zurück sind es stolze 56 Kilometer. Wer's etwas anspruchsvoller haben will, kann auch zur Silberhütte treten. Aber selbst diese Etappe ist noch weit vom harten Wettbewerb entfernt, weiß auch Robert Birkner.

Wie kam es dann zum Sprung ins "Schickeria Bike Team"? Ein Arbeitskollege der Ehefrau überredete den Thanhausener, nachdem ein Mitglied des Bike-Teams verletzungsbedingt ausscheiden musste. Im Gut Matheshof ging der Wettbewerb am 10. und 11. Mai über die Bühne.

Transponderchip

260 Teilnehmer hatten sich für das Rennen angemeldet, eingeteilt in Einzelfahrer, Zweier-, Vierer-, Achterteams und Open-Class-Fahrer. Mit dabei auch das "Schickeria Bike Team" mit Engelbert Schicker, Wolfgang Wittmann, Christian Wolf, alle aus Weiden, und Robert Birkner. Sie starteten im Viererteam Master, Gesamtalter 180 Jahre und älter. Mit dabei noch weitere sechs Teams in dieser Altersklasse. Die Zeitnahme erfolgte dabei mit Einweg-Transponderchips, die in der Startnummer integriert waren. Sieger wurde das Team mit den meisten Runden, die innerhalb der 24 Stunden komplett gefahren wurden. Durch Wiesen und Waldwege, mal bergauf und bergab, führte die fünf Kilometer lange Runde. Noch im Trockenen absolvierte Christian Wolf drei Runden, danach durfte schon der "Neuzugang" eine Runde hinter sich bringen, bevor Berti Schicker und Wolfgang Wittmann mehrere Runden in die Pedale traten. Dabei hatte Birkner zu seinen Teamkollegen bei den Rundenzeiten einige Minuten Rückstand.

Fahrt durch die Nacht

Gegen Abend setzte dann zuerst leichter Regen ein, der sich später zu richtigen Regenschauern und nach Mitternacht sogar zu starken Windböen steigerte. Zwischendurch musste durch die Rennleitung die Strecke um etwa 1000 Meter verkürzt werden, weil einfach durch den Regen manche Stellen, die vorher schon ein gewisses Gefahrenpotential darstellten, aufgeweicht und matschig geworden waren und einfach nicht mehr zu befahren waren. Für die Nachtfahrt wurde das Schickeria-Team dann in zwei Gruppen aufgeteilt. Unbedingt erforderlich war ein starkes Helmlicht, weil die Strecke fast nicht beleuchtet war. Für den Radsportler aus dem Stiftland hieß es dann zwischen 21 und 1 Uhr in die Pedale treten, immer im Wechsel mit Christian Wolf. Und der Regen war immer dabei. Noch schlimmer traf es Berti Schicker und Wolfgang Wittmann, die bei starkem Regen eher eine "Schlammschlacht" bestehen mussten. Gegen 3.30 Uhr beschloss die Rennleitung schließlich, das Rennen abzubrechen. Die Gesundheit der Fahrer hatte Vorrang.

Damit war das Schickeria-Team immerhin fast 16 Stunden im Einsatz - und gesund und unverletzt geblieben. Sportlicher Einsatz je nach Kondition und Konstitution hatten sich die Vier vorgenommen und dabei sogar einen beachtlichen 4. Platz mit insgesamt 54 Runden erreicht, zwei Runden hinter dem Drittplatzierten.

In einem persönlichen Fazit erinnert sich der Thanhausener Robert Birkner über anfängliche Bedenken. Immerhin sind die Teamkollegen jünger und durchtrainierter, haben schon mehrere solcher Rennen bestritten. "Doch sie nahmen mich gleich von Anfang an in ihr Team auf, machten mir Mut und halfen mir, wo es nur ging", ist die positive Erfahrung des Thanhauseners nach dieser Herausforderung. "Wichtig ist, dass wir alle wieder gesund aus diesem Rennen hervorgehen, die Platzierung ist nicht das Wichtigste."

Wertvolle Erfahrungen

"Dabei hat das Rennen schon die maximale Leistungsfähigkeit gefordert", blickt Birkner zurück. Nur durch die Erholungsphasen, die von den Teamkollegen ermöglicht wurden, sei die Herausforderung bewältigt worden. Für den Thanhausener war das Rennen deshalb nicht nur eine außergewöhnliche sportliche Erfahrung. Gerade die Hilfsbereitschaft und der Teamgeist sind für Robert Birkner wertvolle Erfahrungen nach diesem großen Sporterlebnis.

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