28.05.2009 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Rund 4000 Pilger brechen in Regensburg Richtung Altötting auf Zur "Mutter der Gnaden"

Mehr als 4000 Pilger sind am Donnerstag in Regensburg zu einer der größten Fußwallfahrten Europas aufgebrochen. "Die Stimmung ist sehr gut, wir haben wunderbares Pilgerwetter", sagte Pilgerführer Bernhard Meiler aus Oberwildenau (Kreis Neustadt an der Waldnaab) kurz nach dem Start am Morgen.

Am Donnerstagmorgen brachen Pilger in Regensburg zur 180. Fußwallfahrt nach Altötting auf. Nach einem Gottesdienst in der Albertus-Magnus-Kirche zogen die Wallfahrer hinaus auf das Islinger Feld, wo 2006 die Papstmesse stattfand. Über Burgweinting ging es weiter Richtung Mangolding. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Das bedeckte, aber trockene Klima sei für die Wallfahrt besser als zu große Hitze. "Und wenn es mal ein bisschen regnet, dann ist das nicht so schlimm, das packen wir leicht." Die Gläubigen aus dem katholischen Bistum Regensburg wollen in drei Tagen zum 111 Kilometer entfernten oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting laufen.

Auf der Strecke werden sich immer wieder Gruppen dem kilometerlangen Zug anschließen. Insgesamt rechnen die Organisatoren bei der 180. Regensburger Diözesanwallfahrt mit etwa 9500 Teilnehmern, die traditionsreiche Pilgerreise findet jedes Jahr seit 1830 statt.

Um das Wohlbefinden der Gläubigen kümmern sich auf dem Weg etwa 40 Rot-Kreuz-Helfer sowie vier Ärzte. Zudem sind 16 Sanitäts- und Rettungswagen bei der Wallfahrt dabei. Die Polizei sperrt für die Gläubigen nach und nach die jeweiligen Straßen ab, Autofahrer müssen deswegen mit längeren Verzögerungen rechnen. Begleitet werden die Pilger von rund 15 Priestern. Damit die Kommunikation funktioniert, tragen 40 Teilnehmer in gewissen Abständen über Funk verbundene Lautsprecher. Auch sonst ist für die Wallfahrt eine große Organisation nötig. Das Gepäck der Teilnehmer wird von rund 70 Begleitfahrzeugen zu den Zielen der Tagesetappen gebracht. Die Pilger übernachten auf dem Weg nach Altötting in Privatquartieren in insgesamt 28 verschiedenen Orten.

Bilder: dpa

An der Wallfahrt zur "Mutter der Gnaden" beteiligen sich viele Gläubige aus der Oberpfalz. In der Nacht auf Donnerstag startete ein Sonderzug in Marktredwitz, der auf dem Weg nach Regensburg zehn Mal anhielt, um Pilger zusteigen zu lassen. Die Wallfahrt geht auf den frommen Bauern Andreas Pirzer aus Kirchenbuch bei Wiefelsdorf (Kreis Schwandorf) zurück. Er ging den Pilgerweg nach Altötting 1830 zum ersten Mal.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.regensburger-fusswallfahrt.de

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