Rund 700 Zuhörer bei Ernst-Mosch-Gedächtniskonzert der "Schlossberger" in der Pfreimdtalhalle
"Stunden, die man nie vergisst"

"Die Muse is dou daham", schwärmte am Samstagabend ein ehemaliger Oberpfälzer aus Berlin. Die Blaskapelle "Schlossberger" aus Eslarn spielte sich beim fünften Ernst-Mosch-Gedächtniskonzert in der voll besetzten Pfreimdtalhalle in die Herzen der rund 700 Musikfreunde.

Durch den fünf Stunden dauernden Abend mit Erfolgsmelodien aus der Schatzkammer von Ernst Mosch und seines Nachfolgers Ernst Hutter führte Margit Plößner vom Bayerischen Rundfunk. Zehn Jahre nach dem Tod des 73-jährigen Ernst Mosch entstand 2009 die Idee zu diesem alljährlichen Erinnerungskonzert. Seither belohnt ein begeistertes Publikum die Ideengeber mit gewaltigem Zuspruch.

Die "Schlossberger" dankten in großer Besetzung mit Kapellmeister Albert Grießl den Besuchern mit legendärer Egerländer Blasmusik und stellten den böhmischen Musikabend ganz im Stile von Ernst Mosch unter das Motto "Blasmusik klingt so". Der Titel stammte aus einem der 150 Schallplatten und CDs mit weit über 2000 Titeln.

Bereits mit den ersten Takten "Die alte Garde" und "Start frei" erinnerten die Musiker an die besten Werke der Original Egerländer Musik und verrieten mit "Stunden, die man nie vergisst" bereits zu Beginn, was die Zuhörer noch alles erwarten sollte. Die Blaskapelle formten sechs Flügelhörner, drei Posaunen, zwei Baritons, Klarinetten, Schlagzeuge, Tuben und Tenorhörner, eine Trompete. Den Gesang übernahmen Elisabeth Grießl und Norbert Rossmann.

Gutes Gesamtbild

Den Takt für die 22 Musiker gab Dirigent Manfred Wild an. Echte Heimatverbundenheit vermittelte das Gesangs-Duo Grießl und Rossmann nicht nur mit den traumhaften Walzer-Ohrwürmern "Liebe fürs ganze Leben" und "Ein Lied aus der Heimat". Mit einem langsamen Walzer auf der Bühne bestätigte das Duo, dass sie auch beim Tanzen ein gutes Gesamtbild abgeben.

Grundwissen geprüft

Bei der Ankündigung der Musiktitel prüfte Plößner das Grundwissen der Zuhörer über die einzelnen Werke und schwärmte beim Titel "Im schönen Prag" von der geschichtsträchtigen Goldenen Stadt. Den Abschluss des ersten Teils bildete "Böhmischer Wind". Fester Bestandteil des zweiten Programms waren Polkas.

Eine Brücke bauten die Musiker mit den Sängern "Vom Böhmerwald bis zum Egerland" und zum Ausklang gab die Kapelle mit "Wir sind Kinder von der Eger" und "Gute Nacht" im Sinne ihrer Vorbilder noch einmal so richtig Gas. Zum Ausklang sangen Grießl und Rossmann "Gute Nacht" und die Kapelle verabschiedete sich mit dem beliebten "Andulka-Marsch" vom offiziellen Teil. Auf Wunsch der vielen Fans gab es noch reichlich Zugaben. Ein fleißiges Team servierte zu den musikalischen Leckerbissen Zoigl und Brotzeiten.
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